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Klagewelle: Private Anleger verlangen Schadensersatz von Großbanken

Archivmeldung vom 13.06.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.06.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Wegen der weltweiten Finanzkrise ist auf das Bochumer Landgericht eine Klagewelle zugeschwappt. Das berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung.

Seit Ausbruch der Krise hätten rund 60 private Geldanleger diverse Großbanken auf Schadensersatz verklagt, weil sie sich von ihnen nicht hinreichend beraten fühlen, sagte der Gerichtssprecher Thorsten Wienecke. "Früher waren solche Verfahren eher die Ausnahme. Seit der Finanzkrise sind das aber erheblich mehr." Bei den eingeklagten Summen handelt es sich im Beträge zwischen rund 10 000 und mehreren hunderttausend Euro. Diese Vermögen soll in verschiedenen Fonds verbrannt worden sein, zu denen die Banken ihren Kunden geraten hätten, heißt es. Einige Anleger sollen bereits vor diesen spekulativen Anlagen Kunden der jeweiligen Bank gewesen sein und ihr Geld in konservative, aber relativ wenig gewinnträchtige Bundesanleihen gesteckt haben. Auf Anraten von Bankmitarbeitern sollen diese Gelder dann in riskante, aber von der Rendite her verheißungsvolle Fondsstrukturen umgeleitet worden sein - mit am Ende riesigen Verlusten.  Zu einem Vergleich waren die beklagten Banken bisher offenbar nicht bereit. Zumal dies sofort Präzedenzwirkung auf andere Verfahren haben könnte.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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