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KKR-Kultfigur George R. Roberts: Facebook und Amazon haben wir verpasst

Archivmeldung vom 05.06.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.06.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Historisches Logo von Kohlberg Kravis Roberts & Co.
Historisches Logo von Kohlberg Kravis Roberts & Co.

Lizenz: Logo
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Die US-Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts (KKR) will verstärkt in junge Unternehmen investieren. In einem Interview mit dem am Freitag erscheinenden Hamburger Wirtschaftsmagazin BILANZ erläutert Mitgründer George R. Roberts (71) die künftige Strategie des Unternehmens. KKR könne es an Kapitalkraft und Know-how mit den legendären Silicon-Valley-Finanziers wie Sequoia Capital oder Andreessen Horowitz durchaus aufnehmen: "Wir haben einige Vorteile: Wir besitzen zum Beispiel Beteiligungen an fast 100 Unternehmen auf der ganzen Welt und verfügen damit über hervorragende Beziehungen, um junge Firmen bei ihrem Wachstum zu unterstützen", sagt Roberts der BILANZ.

Der Manager zeigt sich allerdings auch selbstkritisch: "Wir haben sicher einige gute Gelegenheiten verpasst. Bei Facebook und Amazon war ich anfangs nicht sicher, ob sie ein funktionierendes Geschäftsmodell haben. Also haben wir die Finger davon gelassen. Heute ist Amazon wohl mehr als 20-mal so viel wert wie damals."

Wegen ihres bisweilen rabiaten Vorgehens beim Handel mit Firmenbeteiligungen und ihrer vergleichsweise hohen Renditeerwartungen, wurde KKR in der Vergangenheit nicht selten zur Zielscheibe heftiger Kritik bei Politikern und Gewerkschaftern und von denen als "Heuschrecke" verunglimpft. "Diese Vorwürfe haben mich früher ungemein geärgert", sagt Roberts. "Wären wir 40 Jahre lang böse gewesen, gäbe es uns heute nicht mehr."

Quelle: BILANZ (ots)

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