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Zeitung: Viele Steuersünder in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zeigen sich selbst an

Archivmeldung vom 20.07.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.07.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Kurt F. Domnik / pixelio.de
Bild: Kurt F. Domnik / pixelio.de

Andere Bundesländer profitieren stärker von der erneut losgetretenen Selbstanzeigenwelle von Steuersündern als Nordrhein-Westfalen. Nach einer Umfrage der Tageszeitung "Die Welt" bei Finanzministerien und Oberfinanzdirektionen der Länder gingen seit Mitte Juni in Baden-Württemberg 158 Selbstanzeigen ein, in dem verhältnismäßig kleinen Bundesland Rheinland-Pfalz waren es in den zurückliegenden vier Wochen 95. Nordrhein-Westfalen meldete für die Zeit zwischen Anfang Juni und Anfang Juli 93 Selbstanzeigen.

Die Werte lägen in allen drei Ländern deutlich über den Durchschnittszahlen der Vormonate, wenn auch weit hinter den Werten aus dem Jahr 2010, als der Kauf der ersten Steuer-CDs für große Aufregung unter den Steuerflüchtlingen gesorgt hatte, berichtet die Zeitung. Auch in anderen Bundesländern zeigten die jüngsten Ermittlungserfolge und die ungebrochene Bereitschaft zum Kauf von Steuersünder-CDs ebenfalls Wirkung, heißt es weiter. In Hamburg seien es von Anfang Juni bis Mitte Juli 42 Selbstanzeigen gewesen, nach zuvor gerade einmal 16 Anzeigen seit Anfang Januar. Berlin habe lediglich Quartalswerte veröffentlicht: Demnach meldeten sich in der Hauptstadt zwischen April und Juni 42 Steuerflüchtlinge beim Finanzamt, nach 36 Selbstanzeigen im ersten Quartal.

Unter den Bundesländern, die 2010 besonders viele Selbstanzeigen verzeichneten, fällt Bayern dieses Mal überraschend deutlich ab, so die "Welt". Laut Umfrage registrierte der Freistaat im Monat Juni gerade einmal zwei Selbstanzeigen, nach 27 zwischen Januar und Mai. Hessen und Niedersachsen, die vor zwei Jahren ebenfalls zahlreiche Selbstanzeigen hatten, hätten keine aktuellen Zahlen geliefert. Andere Länder seien wegen des in der Vergangenheit geringen Aufkommens nicht befragt worden.

Dank der jüngsten Anzeigen erhöhte sich laut Umfrage der "Welt" die Zahl der Selbstanzeigen von Steuerflüchtlingen seit Frühjahr 2010 in Baden-Württemberg auf insgesamt 9074 und in NRW auf 6370. In Bayern waren es bis heute 4419, in Rheinland-Pfalz 2616, in Berlin 1125 und in Hamburg 867.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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