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Jürgen Klopp: "In der Wirtschaft ist keiner von sich aus motiviert"

Archivmeldung vom 25.05.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.05.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Jürgen Klopp Bild: A.Savin
Jürgen Klopp Bild: A.Savin

In deutschen Unternehmen fehlt es häufig am nötigen Einsatzwillen. Dies bemängelte der Trainer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund Jürgen Klopp, der mehrmals im Jahr Vorträge in Firmen hält, in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin 'impulse': "Jeder braucht Leute, die motiviert sind, aber in der Wirtschaft ist offenbar keiner von sich aus motiviert. Als ob alle einen Trainer benötigten, der ihnen in den Hintern tritt und sagt: Los geht's."

Ebenso wie beim Fußball gehe es auch in der Wirtschaft darum, die besten Talente zu verpflichten und aus diesen wertvolle Menschen zu formen. "Und es ist wichtig, frech zu agieren." Das bedeute aber nicht, "morgens den Chef abzuklatschen, sondern Ideen zu entwickeln, kreativ zu sein", so Klopp.

In punkto Mitarbeiterführung und Autorität vertritt der Fußball-Coach gegenüber 'impulse' eine klare Position: "Ich besitze seit Kurzem einen Hund, das lässt sich gut vergleichen. Wer das Fressen gibt, ist der Chef. Und in meinem Job: Wer die Aufstellung macht, ist der Chef. So einfach ist das." Den nötigen Respekt könnten sich Führungskräfte allerdings nur durch herausragende fachliche Kompetenz und kontinuierliche Weiterbildung verschaffen. "Wer in einer überkommenen Position verharrt, ist schnell weg vom Fenster. Und das vollkommen zu Recht."

Spieler, die charakterlich nicht ins Team passen, haben bei Jürgen Klopp keine Chance: "Arschlöcher werden verkauft. Definitiv." Aber es gäbe fast keine, fügt Borussia Dortmunds Trainer hinzu. Wenn er sich jedoch für jemanden entschieden habe, nehme er auch die Eigenheiten eines Spielers komplett in Kauf. "Ich will nicht, dass die Jungs immer nett sind oder sich viermal am Tag die Zähne putzen", so Klopp gegenüber 'impulse'.

Quelle: 'impulse' (Ausgabe 6/2010, EVT 27. Mai)

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