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Intel hadert mit CPU-Versorgungsengpass

Freigeschaltet am 12.03.2019 um 13:55 durch Thorsten Schmitt
MacBook Air: auch vom CPU-Mangel betroffen.
MacBook Air: auch vom CPU-Mangel betroffen.

Bild: pixabay.com, Free-Photos

Der US-Mikroelektronikgigant Intel kann nicht so viele Computerprozessoren ausliefern, wie auf dem Markt derzeit gebraucht werden. Einem Bericht des taiwanischen Branchenportals "DigiTimes" zufolge soll sich dieser Lieferengpass im zweiten Quartal 2019 sogar noch weiter verschärfen. Grund dafür ist die hohe Nachfrage an Chromebooks, in denen hauptsächlich CPUs von Intel arbeiten. Der Rückgang am CPU-Output begann schon im August 2018. Größere Hersteller wie Hewlett-Packard, Dell und Lenovo hatten auf dem Höhepunkt Lieferengpässe von bis zu fünf Prozent zu beklagen.

Notebook-Nachfrage steigt

"Die Nachfrage nach Notebooks nimmt im Firmenbereich kontinuierlich zu. Laut unseren Schätzungen wird es 2019 hier ein Wachstum um 3,8 Prozent geben. Es wird sich hier nichts grundlegend ändern. 2020 wird laut unseren Prognosen die Nachfrage auch nicht abreißen, hier sehen wir ein Wachstum von 3,1 Prozent. Diese Entwicklung zieht sich über alle Branchen hinweg. Der Tablet-Markt wächst auch kontinuierlich, sogar stärker als der Notebook-Markt. Die Nachfrage ist beim Firmen-Mittelstand, also bei Unternehmen mit mindestens 20 und höchstens 1.000 Mitarbeitern, stärker als bei kleinen Unternehmen", sagt Verena Bunk, Senior Analyst beim IT-Marktforschungsinstitut techconsult, im Gespräch mit pressetext.

Von der Verknappung war auch Apples neues Macbook Air betroffen, das Intels 14nm-Amber-Lake-Prozessor verwendet, der ebenfalls schwer lieferbar ist. Laut dem Bericht konnte Intel die Versorgungslücke bereits im vierten Quartal 2018 nicht schließen. Besonders betroffen ist die Core-i5-Serie von Prozessoren, die auf der Kaby-Lake-R-Mikroarchitektur basieren und im Zentrum von Intels Marketingkampagnen 2018 standen. Den Diagnosen zufolge soll die Nachfrage nach Notebooks und besonders Chromebooks im zweiten Quartal steigen - offenbar eine Mammutaufgabe für Intel.

Konkurrent AMD profitiert

Um die Nachfrage nach Notebooks zu befriedigen, wird derzeit auf Core i3-Prozessoren ausgewichen. Laut Schätzungen soll die Versorgungslücke dadurch im ersten Quartal 2019 um zwei bis drei Prozent sinken. Doch auch bei Core-i3-CPUs wird im Jahresverlauf mit Engpässen gerechnet. So profitiert Rivale AMD, dessen Anteil am globalen Notebook-Verkauf sich von 9,8 Prozent im ersten Quartal 2018 auf 15, 8 Prozent im ersten Quartal 2019 erhöht hat. Schätzungen zufolge soll sich dieser Marktanteil im zweiten Quartal auf 18 Prozent erhöhen. Intel will seine Produktionskapazitäten bei 14nm-Prozessoren in der zweiten Jahreshälfte jedoch erhöhen und so die Versorgungslücke allmählich schließen.

Quelle: www.pressetext.com/Georg Haas

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