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Jeder zweite Beschäftigte arbeitet in ungesunden Körperhaltungen

Freigeschaltet am 22.06.2019 um 07:01 durch Andre Ott
Symbolbild
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Bild: Eigenes Werk /OTT

Etwa jeder zweite Beschäftigte in Deutschland arbeitet häufig in ungesunden Körperhaltungen. Das geht aus einer Auswertung zum "DGB-Index Gute Arbeit 2018" hervor, über die die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" berichten.

Die Angaben beruhen auf einer Befragung von bundesweit 8.011 Arbeitnehmern Demnach arbeiten insgesamt 52 Prozent der Beschäftigten sehr häufig (30 Prozent) oder oft (22 Prozent) in ungünstigen Körperhaltungen. Dazu zählen unter anderem langanhaltendes Sitzen sowie Arbeit im Stehen, auf den Knien oder in beengten Verhältnissen. "Auch in Zeiten fortschreitender Digitalisierung bestehe der Arbeitsalltag rund eines Drittels der Beschäftigten in Deutschland aus körperlich schwerer Arbeit", heißt es in dem Bericht. Laut DGB-Index leisten 16 Prozent "sehr häufig" und 14 Prozent "oft" körperlich schwere Arbeit. Diese zeige sich nur in klassischen Industrien, sondern "in erheblichem Umfang" auch im Dienstleistungssektor.

Der Anteil der Beschäftigten, die "sehr häufig" oder "oft" körperlich schwer arbeiten, liegt laut Bericht im Gesundheits- und Sozialwesen bei 37 Prozent sowie im Gastgewerbe bei 51 Prozent. Körperlich harte Arbeit sei auch unter Beschäftigten verbreitet, "die in hohem Maße mit digitalen Mitteln und Verfahren arbeiten". 21 Prozent von ihnen arbeiten "sehr häufig" oder "oft" körperlich schwer, 47 Prozent in ungünstigen Körperhaltungen. Je häufiger Beschäftigte körperlich arbeiten, desto seltener gehen sie davon aus, bis zum gesetzlichen Rentenalter arbeiten zu können, so ein weiterer Befund. 51 Prozent der Arbeitnehmer antworten auf die Frage, nach ob sie "unter den derzeitigen Anforderungen ihre jetzige Tätigkeit bis zum Rentenalter ohne Einschränkung ausüben könnten", mit "Ja". Dagegen geben 39 Prozent "nein, wahrscheinlich nicht" an. Von denen, die "sehr häufig" körperlich schwer arbeiten, glauben 69 Prozent nicht, bis zur Rente durchhalten zu können.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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