Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Vermischtes Burger King nach Stäbchen-Spot am Pranger

Burger King nach Stäbchen-Spot am Pranger

Archivmeldung vom 11.04.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.04.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Burger mit Stäbchen: Burger King entschuldigt sich.
Burger mit Stäbchen: Burger King entschuldigt sich.

Bild: twitter.com, Kratos

Die Fast-Food-Kette Burger King hat mit einem rassistischen Werbespot eine heftige Protestwelle im Internet ausgelöst. In dem Video, das auf der neuseeländischen Instagram-Seite des US-Unternehmens gepostet wurde, waren westlich aussehende Männer und Frauen zu sehen, die vergeblich versuchen, den neuen "Vietnamese Sweet Chilli Tendercrisp Burger" mit übergroßen Essstäbchen zu verspeisen. Eine Twitter-Meldung, die den Clip kritisierte, wurde daraufhin von 2,7 Mio. Menschen gelesen. Burger King sah sich gezwungen, die Anzeige wieder zu löschen.

"Nase voll von Rassismus"

"Also, das ist die neue Burger-King-Werbung für einen 'vietnamesischen' Burger. Verstehe, Essstäbchen sind schon ziemlich komisch", so der sarkastische Kommentar von Maria Mo, einer Neuseeländerin, die als einer der ersten Nutzer auf den Spot gestoßen ist. "Ich habe die Nase voll von diesem Rassismus. Auch von dieser Art, die sich über verschiedene Kulturen lächerlich macht", betont sie auf Twitter. Das sehen offensichtlich auch viele andere User so, denn ihre Meldung ging gleich viral und wurde rund um den Globus verbreitet.

"Die Werbeanzeige, um die es hier geht, ist unsensibel und spiegelt in keinster Weise die Werte in Bezug auf Diversität und Inklusion wider, für die unser Unternehmen steht", zitiert das chinesische Nachrichtenportal "Xinhua" aus einem E-Mail-Statement von Burger King. Als man gesehen habe, was hier passiert, habe man den verantwortlichen Franchisenehmer in Neuseeland sofort kontaktiert und dazu aufgefordert, den entsprechenden Clip aus dem Netz zu nehmen.

Unklarer Imageschaden

Burger King ist nicht das erste Unternehmen, das nach der Veröffentlichung rassistischer Werbung den Zorn der Internet-Community zu spüren bekommen hat. Ähnlich erging es etwa auch bereits Nivea oder Coca-Cola - auch hier reagierten die Firmen auf den Shitstorm aus dem Web, entschuldigten sich für die diskriminierenden Inhalte und löschten diese schleunigst wieder, um einen weiteren Imageschaden abzuwenden.

"Im Moment ist noch nicht klar, ob die Aufregung um diesen Zwischenfall längerfristig negative Auswirkungen auf das Marken-Image und die Performance von Burger King haben wird", heißt es in dem Bericht. Auszuschließen sei das aber nicht, denn gerade in asiatischen Ländern wie Vietnam oder China habe die US-Firma stark zu kämpfen, um sich am Markt zu etablieren.


Quelle: www.pressetext.com/Markus Steiner

Anzeige:
Videos
Screenshot aus dem Ende befindlichen Videobeitrag
Zecken, und wie man sich davor schützt
Masern-Ausschlag bei einem nigerianischen Mädchen.
Welches Masernvirus?
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:

Anzeige