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Osnabrücker Bischof Bode hätte sich von Familiensynode mehr Mut zu Reformen gewünscht

Archivmeldung vom 21.10.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.10.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Franz-Josef Bode
Franz-Josef Bode

Lizenz: Bischöfliche Pressestelle Hildesheim
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Osnabrücker Bischof Franz Josef Bode hat eine positive Bilanz der zweiwöchigen Familiensynode in Rom gezogen, doch hätte er sich von den Kardinälen und Bischöfen noch mehr Mut zu Reformen gewünscht. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" erklärte Bode: "Man wird das, was eine Mehrheit der Bischöfe entschieden hat, nicht einfach ignorieren können." Der Papst habe eine offene Diskussion angestoßen, sagte der Osnabrücker Bischof, der innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz seit 2010 die Pastoralkommission leitet.

Bode bedauerte, dass es im Abschlussdokument zur Synode weniger eindeutige Aussagen gegeben habe als im Zwischenbericht eine Woche zuvor. Darin hatte sich der ungarische Kardinal Peter Erdö für "mutige Entscheidungen" ausgesprochen. Beobachter hatten darin einen neuen Ton wahrgenommen. Im Dokument zum Ende der Synode fanden dagegen drei strittige Passagen zum Umgang der Kirche mit Homosexuellen und wiederverheiratet Geschiedenen zwar eine Mehrheit, aber nicht die eigentlich angestrebte Zwei-Drittel-Mehrheit, um die Haltung der gesamten Synode widerzuspiegeln. "Aber es sind Mehrheiten", betonte der Osnabrücker Bischof. Ausdrücklich würdigte Bode die positive Atmosphäre, in der die Kardinäle und Bischöfe in Rom debattiert hätten. Die Fragen könnten jetzt in der Deutschen Bischofskonferenz gut weiter besprochen werden.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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