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Loginov mit Siegpremiere im Sprint von Oberhof

Archivmeldung vom 11.01.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.01.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: WSRO-Skisport GmbH
Bild: WSRO-Skisport GmbH

Der Russe Alexander Loginov hat den Sprint in Oberhof für sich entschieden. Mit einem fehlerfreien Schießergebnis und der zweitbesten Laufzeit legte er vor 12.300 Zuschauern in der Arena am Rennsteig den Grundstein für seinen ersten Weltcupsieg.

Der 26 Jahre alte frühere Juniorenweltmeister, der bis Ende 2016 zwei Jahre wegen Epo-Missbrauchs gesperrt war, setzte sich mit 25,2 Sekunden Vorsprung gegen Gesamtweltcup-Spitzenreiter Johannes Thingnes Bö durch. Der Norweger leistete sich beim zweiten Schießen eine Strafrunde und konnte auf der Strecke nur knapp vier Sekunden auf seinen russischen Kontrahenten hinauslaufen, in der letzten Runde verlor Bö sogar im Fernduell mit Loginov. Dritter wurde mit einer tadellosen Schießleistung der Schwede Sebastian Samuelsson. „Ich bin ein Mensch, der seine Emotionen nicht nach außen trägt, aber natürlich bin ich glücklich“, kommentierte Loginov seinen ersten Weltcupsieg.

Der verflixte letzte Schuss

Zwei DSV-Athleten schrammten knapp am Podest vorbei. Benedikt Doll (SZ Breitnau) ließ beim zweiten Schießen eine Scheibe stehen und verpasste trotz der drittbesten Laufzeit auf Platz vier das Podest um zwei Sekunden. Eine halbe Sekunde hinter ihm reihte sich Arnd Peiffer (WSV Clausthal-Zellerfeld) als Fünfter ein. „Natürlich hätte ich den dritten Platz gern gehabt, aber bei dem hohen Niveau geht es um Sekunden. Ich bin sehr stolz vor heimischem Publikum so eine Leistung abgerufen zu haben“, sagte Doll nach dem Rennen. Ein Lob des amtierenden Sprint-Weltmeisters ging an die sehr guten Bedingungen und das Material des DSV-Teams. „Unsere Techniker haben uns super Skier gezaubert“, so Doll, der sich ein packendes Fernduell mit seinem Oberhofer Trainingspartner Arnd Peiffer auf der Schlussrunde lieferte – mit dem glücklicheren Ende für Doll. Vielleicht auch deshalb fiel das Fazit von Arnd Peiffer nicht überschwänglich aus. „Ich bin zu 90 Prozent zufrieden – entsprechend meines Trefferbildes“, scherzte der Sprint-Olympiasieger. „Platz vier und fünf sind eine tolle Ausgangslage für die Verfolgung – das Podest ist möglich“, kündigte Peiffer an.

Bei ihm ging, wie bei Erik Lesser, der verflixte letzte Schuss daneben. Der Frankenhainer verfehlte als 17. die halbe WM-Norm knapp. „Ich bin erstmal zufrieden, dass der Rücken gehalten hat und ich ohne Schmerzen durchgekommen bin. Ich konnte zwischen Weihnachten und Neujahr nur halb so viel trainieren, wie sonst. Das habe ich heute auf der Strecke gespürt“, sagte Lesser. „Ich versuche mich jetzt von Rennen zu Rennen zu steigern.“ Der Rückstand auf die Topten beträgt lediglich eine halbe Minute. „Da müsste noch ein bisschen was gehen“, so der Lokalmatador.
Aus dem DSV-Team erreichte sonst nur Johannes Kühn (WSV Reit im Winkl), trotz dreier Strafrunden, als 39. die Punkteränge. Einen rabenschwarzen Tag erlebte Simon Schempp. Der Uhinger wurde mit drei Strafrunden und einer schwachen Laufleistung nur 70. Ihm und Lucas Fratzscher (WSV Oberhof 05), der bei seinem Weltcup-Debüt auf Rang 93 weit abgeschlagen ins Ziel kam, bleibt für den Verfolgungswettkampf am Samstag nur die Zuschauerrolle. „Das Rennen war kacke, aber ich bin froh, dass ich den Weltcup hier in Oberhof laufen durfte“, sagte Fratzscher nach seiner unglücklichen Heimpremiere.

Quelle: WSRO-Skisport GmbH

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