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Müller zum erneut vertagten DEL-Start: "Wir sind nicht schlauer. Ich weiß nicht, ob wir im Winterschlafmodus sind."

Archivmeldung vom 05.10.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.10.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Moritz Müller (2015), Archivbild
Moritz Müller (2015), Archivbild

Foto: Haiefan
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Moritz Müller gehört zu den aktuell arriviertesten und erfolgreichsten Eishockey-Spielern Deutschlands. Der 33jährige Kapitän der Kölner Haie hat im Sommer als Initiator eine Profi-Interessensgemeinschaft mitbegründet. Sein aktueller Gemütszustand ohne Eishockey: "Man ist schneller mal gereizt. Man schwebt im luftleeren Raum!"

Die erneute Verschiebung der DEL auf Mitte Dezember sieht Müller im Interview mit MagentaSport kritisch. "Ich hätte mir gewünscht, dass man über ein Alternativkonzept nachdenkt!" Und: "Wir sind nicht schlauer. Ich weiß nicht, ob wir im Winterschlafmodus sind."

Moritz Müller sagt zur erneuten Verschiebung der DEL: "Ich hätte mir schon gewünscht, dass man sich auf einen verbindlicheren Zeitpunkt festlegt, an dem wir spielen! Mitte Dezember ist zu vage ausgedrückt!" Denn, so Müller: "Was heißt das jetzt für uns Spieler?" Etwa: "An welchem Tag kommen wir aus der Kurzarbeit?" Müller stellt die grundsätzliche Vorgehensweise in Frage. Nach der Gesellschafter-Versammlung im September habe man sich zehn Tage Zeit für die Forderung gegeben, die Müller so übersetzt: "Entweder mehr Fans oder mehr Geld! Ich weiß nicht - war das der Plan von Mai bis September?" Der 33jährige kritisiert: "Ich hätte mir gewünscht, dass man über ein Alternativkonzept nachdenkt!" Als Spielervertreter sagt er: "Wir sind nicht schlauer. Ich weiß nicht, ob wir im Winterschlafmodus sind." Aus Spielersicht glaubt er: "Ich bin mir sicher, egal ob das Spieler sind, Partner oder auch Fans, dass da ein riesengroßer Wille ist, dass Ding zu wuppen. Dass da vielleicht alle mal nur an einen Tisch kommen müssen."

Brauchen wieder eine Vision! Der Schaden für das Eishockey sei schon jetzt erheblich. "Es ist wichtig, dass wir irgendwann wieder anfangen, um dem Gesamtprodukt wieder eine Vision, eine Chance zu geben!" Dass der Deutschlandcup Anfang November ohne vorherigen DEL-Spielbetrieb ausgetragen werden soll, findet Moritz Müller richtig. "Ich glaube, es ist gut, dass die Nationalmannschaft da vorangeht und sich das traut, alles versucht, das möglich zu machen. Das ist ja genau das, was wir uns wünschen als Spieler." Am Ende gehe es allen Profis gleich, so Müller: "Wir Spieler sind dankbar, für jede Chance, die wir bekommen, zu spielen!"

Eishockey gespielt wird heute und morgen (3. und 4. Oktober) - LIVE bei MagentaSport - das Einladungsturnier "So geht sächsisch", das in Dresden stattfindet. Durch den kurzfristigen Ausfall der Eisbären Berlin schaut der Zeitplan heute und morgen so aus: ab 15.25 Uhr EHC Red Bull München gegen Lausitzer Füchse, ab 19.25 Uhr Dresdener Eislöwen gegen SC Riessersee.Das Finale beginnt morgen um 12.55 Uhr, ab 16.55 Uhr läuft das Spiel um Platz 3 live bei MagentaSport.

Quelle: MagentaSport (ots)

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