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„El País“: USA wollen Medaillengewinner wegen Doping bestrafen

Archivmeldung vom 27.12.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.12.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Joachim Berga / pixelio.de
Bild: Joachim Berga / pixelio.de

Das so genannte Rodtschenkow-Gesetz ist laut der spanischen Zeitung „El País“ dem US-Senat vorgelegt worden. Sollte es angenommen werden, könnten die USA jegliche Medaillengewinner, deren Dopingtests positiv ausgefallen sind, zu einer Haftstrafe verurteilen.

Die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik" schreibt weiter: "Der Anti-Doping-Gesetzesvorschlag aus den USA, der vorsehe, Doping bei Sportgroßereignissen als Straftatbestand einzuordnen und zu bestrafen, würde den USA ermöglichen, beliebige Sportler aus einem beliebigen Land zu fünf Jahren Gefängnis zu verurteilen.

Dabei stelle diese Initiative keine Bedrohung für US-amerikanische Sportler dar, schreibt das Blatt weiter.

Sollte Präsident Donald Trump diesen Gesetzentwurf unterschreiben, würden die USA eine Waffe bekommen, mit der sie als „Weltgendarmen im Kampf gegen Doping“ agieren könnten, heißt es in dem Artikel.

Um auch weiter ˏdie Stadt auf dem Hügelˊ zu bleiben, müssten die USA erreichen, dass alle Käuflichen und Rechtsverletzer jederzeit Rede und Antwort stehen, so der demokratische Senator Sheldon Whitehouse, der den Gesetzentwurf in den Senat eingebracht hattee. „Dies bedeutet für uns, Russland einen unwiderruflichen Widerstand zu leisten“, so Whitehouse. Die USA wollten verhindern, dass Russland Korruption als Waffe der internationalen Politik einsetzt.

Der Ex-Chef des Moskauer Anti-Doping-Labors und Kronzeuge der Internationalen Anti-Doping-Agentur (WADA), Grigori Rodtschenkow, war Anfang 2016 in die USA geflüchtet. Auf seinen Vorwürfen gegen russische Sportler basieren die Ermittlungen zum angeblichen Staatsdoping in Russland."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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