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1. Bundesliga: Stuttgart siegt beim Hamburger SV mit 1:0

Archivmeldung vom 22.10.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.10.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
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Im letzten Sonntagsspiel der 1. Bundesliga hat der VfB Stuttgart beim Hamburger SV mit 1:0 (1:0) gewonnen. Zuvor hatten sich der 1. FC Nürnberg und der FC Augsburg torlos getrennt. Das Topspiel am Samstagabend gewann Werder Bremen mit 4:0 (2:0) gegen Borussia Mönchengladbach.

Stuttgart war über weite Strecken der ersten Hälfte die bessere Mannschaft und ging in der 30. Minute durch Vedad Ibisevic verdient in Führung. In der zweiten Halbzeit drängte der HSV auf den Ausgleich, ein Tor fiel jedoch nicht mehr. 

Nürnberg und Augsburg trennen sich torlos

Der 1. FC Nürnberg und der FC Augsburg haben sich am achten Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga torlos getrennt. Die Partie begann auf beiden Seiten sehr zerfahren, in der ersten Hälfte des Spiels war dann auch keine Steigerung zu sehen. In der zweiten Hälfte agierten die Teams etwas wacher und spielten einige Chancen heraus.

Bremen schlägt Mönchengladbach

Im Samstagabendspiel des 8. Spieltages der Fußball-Bundesliga hat Bremen Mönchengladbach mit 4:0 (2:0) geschlagen. In der 37. Minute ging Bremen durch Petersen in Führung. Dieser lauerte am langen Pfosten als Bruyne eine Ecke schoss und köpfte ein. Fortan war Mönchengladbach kein ebenbürtiger Gegner mehr, Bremen dominierte die Partie. In der 45. Minute stellte Arnautovic dann für Werder den 2:0-Halbzeitstand sicher. Hunt spielte den Ball genau in die Schnittstelle, in die Arnautovic gestartet war. Anschließend lupfte der österreichische Nationalspieler das Leder über ter Stegen hinweg ins Tor. In der 76. Minute traf Füllkrug zum 3:0, in der 86. Minute dann der Endstand zum 4:0 durch Junuzovic. Mönchengladbach schaute zu dem Zeitpunkt ohnehin nur noch zu.

Bereits am Freitag trennten sich 1899 Hoffenheim und die SpVgg Greuther Fürth 3:3 (1:1). Am Samstag siegte der FC Schalke 04 bei Borussia Dortmund mit 2:1 (1:0), der SC Freiburg bezwang den VfL Wolfsburg mit 2:0 (1:0), Eintracht Frankfurt siegte gegen Hannover 96 mit 3:1 (2:1), der FC Bayern München bezwang Fortuna Düsseldorf mit 5:0 (2:0) und Bayer Leverkusen und der 1. FSV Mainz 05 trennten sich 2:2 (1:0).

Stimmen zu den Bundesligaspielen auf Sky:

Bruno Labbadia (Trainer VFB Stuttgart)...

...auf die Frage, ob seine Mannschaft von seiner Wutrede wachgerüttelt wurde: "Ich muss meine Mannschaft nicht wachrütteln. Ich weiß, was ich an ihr habe. Sie arbeitet sensationell gut. Das ist das, was ich vor zwei Wochen gesagt habe: Die Leute wissen nicht, dass wir seit 22 Monaten am absoluten Maximum arbeiten. Die Mannschaft macht einen sehr, sehr guten Job. Ich kenne ihre Stärken und Schwächen. Es ist nicht selbstverständlich, dass man mit dieser Mannschaft so einen Fußball spielt und so in die Europa League einzieht. Kleine Rückschritte sind normal."

...auf die Frage, ob er noch einmal so eine Wutrede loslassen würde: "Ja natürlich. Das war nicht geplant. Aber der Unterschied zwischen Trainer und Spieler ist, dass der Trainer sehr viel mit Kalkül machen muss und seine Emotionen auch oft zurückhalten muss. In dem Fall wollte ich sie nicht zurückhalten, weil einfach zu viele Dinge passiert sind, die mir nicht gefallen haben und irgendwann muss man sich auch als Trainer wehren. Kalkül war lediglich die Wortwahl."

...über den Wert des Sieges: "Er hat drei Punkte gebracht - nicht mehr, nicht weniger. Uns hat der Sieg sehr gut getan, weil wir jetzt im Mittelfeld sind. Uns fehlen immer noch die drei Punkte vom Anfangsspiel gegen Wolfsburg, als wir ein sicher geglaubtes Spiel noch verloren haben."

...auf die Frage, ob der Sieg noch höher hätte ausfallen können: "Ich bin immer zurückhaltend mit Superlativen, aber heute war es eine sensationelle Leistung. In allen Belangen haben wir den HSV beherrscht. Wir haben Pressing gespielt und die Hamburger fußballerisch beherrscht. Wir haben zu viele Torchancen vergeben, das war das einzige Manko."

Vedad Ibisevic (VFB Stuttgart) über die Leistung des VFB: "Ich habe nicht so viel darüber nachgedacht. Wir waren alle bei der Nationalmannschaft und haben positive Kraft mitgebracht. Das hat man gestern und vorgestern im Training gespürt. So sind wir heute aufgetreten."

Sven Ullreich (VFB Stuttgart) über den Sieg: "Wir haben heute eine extrem geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt. Wir haben super gespielt und geschlossen verteidigt. So sind wir in unser Umschaltspiel gut reingekommen. Leider haben wir das zweite Tor nicht gemacht, deswegen war es bis zum Schluss des Spiels spannend."

Rafael van der Vaart (Hamburger SV) über die Niederlage: "Wir haben heute einfach kein gutes Spiel gemacht. Stuttgart war von Anfang an besser. Ich habe vorher schon gesagt, Stuttgart hat eine gute Mannschaft und heute haben sie stark gespielt und verdient gewonnen."

Heiko Westermann (Hamburger SV) über die Niederlage: "Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Wir sind fast nur hinterhergelaufen. Man hat nicht gesehen, dass wir in den letzten vier Spielen zehn Punkte geholt haben. Wir hatten keine Ausstrahlung, keine Siegermentalität. Da wird es schwer, dann hinterherzulaufen."

Dieter Hecking (Trainer 1. FC Nürnberg)...

...über das Spiel: "Der Wille war da, das Schiff wieder flottzumachen. Wir sind gut reingekommen ins Spiel, haben dann aber wieder viele kleine Fehler gemacht. Augsburg hat die Räume sehr eng gemacht. Wir hatten nicht die Sicherheit in unserem Spiel und hatten in der zweiten Halbzeit auch großes Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten sind. Letztendlich muss man auf dem Kleinen aufbauen. Das ist ein mühsamer Weg. Wir müssen uns alles von klein auf wieder erarbeiten."

Raphael Schäfer (1. FC Nürnberg)...

...über die Schlimme seiner Verletzung: "Keine Ahnung, es geht auf jeden Fall nicht weg. Morgen werden wir die restlichen Untersuchungen machen. Dann gucken wir, was da wirklich los ist. Da muss man sehen, warum die Entzündung noch da ist. Dann hoffen wir, dass wir es bis Samstag hinbekommen."

...auf die Frage, was der Mannschaft fehlt: "Uns fehlt eine gemeinsame Spielidee, wo wir die Mannschaft bearbeiten und gemeinsam nach vorne spielen. Man sieht die Verunsicherung, wo wir eine Zehntelsekunde langsamer sind als der Gegner. Genau das ist es, wo wir schlecht aussehen."

Hanno Balitsch (1. FC Nürnberg) über die Verunsicherung im Spiel: "Das ist normal, wenn man viermal in Folge verliert und dann Augsburg zuhause als Gegner hat, wo jeder den Dreier erwartet. Dass nicht alles rund läuft war zu erwarten. Wir haben bis zur letzten Minute versucht, aber es ist auch vieles spielerisch auf der Strecke geblieben."

Torsten Oehrl (FC Augsburg) über den Weg des FC Augsburg: "Unser Weg zeigt ganz klar nach oben. Wir haben jetzt drei Spiele nicht verloren, heute wieder einen Auswärtspunkt geholt. Man sieht auch auf dem Platz, dass wir auf einem sehr guten Weg sind."

Tobias Werner (FC Augsburg) auf die Frage, was dem Augsburger Spiel abgeht: "Uns fehlt Glück und auch ein bisschen das Vermögen. Wir müssen den Ball einfach mal über die Linie büxen oder grätschen."

Markus Weinzierl (Trainer FC Augsburg)...

...über das Spiel: "Wir hatten große Chancen in der ersten Halbzeit, die haben wir liegengelassen. Wenn du kein Tor schießt, musst du mit einem 0:0 leben können."

...auf die Frage, was dem Augsburger Spiel fehlt: "Das sind nur Kleinigkeiten. An denen arbeiten wir. Da ist auch immer eine gewisse Portion Pech dabei bei den Aktionen. Wir müssen das Glück mehr erzwingen."

Marko Arnautovic (Werder Bremen)...

...über den Sieg: "Es hat heute sehr gut geklappt. Wir haben bewiesen, dass wir eine sehr gute, spielerisch starke Mannschaft haben. Es geht natürlich noch mehr. Wir haben Luft nach oben und ich auch. Mit 4:0 kann man zufrieden sein."

...über seine Leistung: "Man hat mal in den Medien geschrieben, dass ich die Seuche am Fuß hätte. Das war davor so. Heute habe ich sie Gott sei Dank erlöst. Ich bin glücklich, dass ich das Tor gemacht und eines aufgelegt habe und wir das Spiel gewonnen haben."

...über Kevin de Bruyne: "Kevin muss man einfach lieb haben. Er spielt einfach sensationell."

Thomas Schaaf (Trainer Werder Bremen)...

...über die Gründe für den Sieg: "Dass wir völlig anders agiert haben als in Augsburg. Dass wir immer aktiv waren und versucht haben, die Situationen für uns zu entscheiden. Wir haben nicht nur reagiert, sondern im Prinzip nonstop den Gegner bedrängt."

...über die starken Leistungen der Offensive: "Ich bin viel glücklicher über die Defensive. Weil wir im Prinzip nicht viel zugelassen haben. Das ist das Entscheidende. Auch wenn wir von den Spielertypen viele auf dem Platz hatten, die mit der Kugel umgehen können, die dazu bereit sind, sich in die Mannschaft einzubringen. Das ist die Grundvoraussetzung, dass man so offensiv agieren kann."

Aaron Hunt (Werder Bremen)...

...über die Gründe für den Sieg: "Die Mannschaft hat ein super Spiel gemacht, das war der Grund. Wir hatten uns etwas vorgenommen. Das letzte Spiel in Augsburg war nicht gut, deswegen wollten wir hier eine Reaktion zeigen, auch gerade den Fans hier zuhause. Dass uns das so gut gelungen ist - da bin ich natürlich froh drüber."

...über die Stürmer-Tore: "Für die Stürmer ist es sicherlich eine Erleichterung. Marko, Nils und Niklas haben ja getroffen. Es ist wichtig für die Stürmer, dafür sind sie ja in der vordersten Reihe, um Tore zu schießen. Ich glaube, das ist eine Befreiung für sie."

...über Kevin de Bruyne: "Er hat ja dazu noch einmal etwas gesagt, als er gekommen ist und hat sich entschuldigt. Das ist für uns gegessen und war auch nicht so schlimm. Wichtig ist, dass er auf dem Platz für uns funktioniert. Das tut er von Woche zu Woche. Er tut unserem Spiel auf jeden Fall gut."

...über die Ambitionen von Werder: "Wir müssen den Ball erst mal noch flach halten. Wir sind immer noch unten in der Tabelle. Wir haben jetzt zehn Punkte und das nächste Auswärtsspiel vor der Brust. Da müssen wir wieder punkten. Dann wollen wir so gut es geht nach oben klettern."

Nils Petersen (Werder Bremen)...

...über sein Tor: "Es fiel in einer extrem wichtigen Phase des Spiels, als niemand so recht wusste, in welche Richtung sich das Spiel entwickelt. In der ersten Halbzeit hatte sich keine Mannschaft so richtig Chancen erarbeitet bis zu diesem Zeitpunkt. Da sieht man es dann wieder: Eine Standard-Situation kann auch ein Spiel entscheiden. Ich habe mich dahingeschlichen und Glück gehabt, dass er reingeht."

...über Werders weiteren Weg: "Es liegt jetzt an uns, dass wir nicht nachlassen. Wir müssen die Lehren aus den ersten Spielen ziehen. Wir haben nicht einmal zwei Siege in Serie geholt. Jetzt ist es an der Zeit, Punkte in Serie zu sammeln - das war bisher unser Makel."

Sky Experte Lothar Matthäus...

...auf die Frage, ob Favre noch der richtige Trainer ist: "Dieses Jahr hat er die Mannschaft nicht so im Griff. Ich weiß nicht, warum. Es kann nicht nur damit zusammenhängen, dass drei, vier wichtige Spieler gegangen sind. So eine Leistung ist beschämend."

...über das Spiel der Bremer: "Werder hat das umgesetzt, wie wir sie aus der Vergangenheit kennen. Technisch stark und offensiv, schnelles Spiel, 1-gegen-1. Sie haben jede Möglichkeit genutzt, nach vorne zu spielen. Es waren tolle Spielzüge und tolle Aktionen. Es war alles drin, was ein Fußballfan sich wünscht."

Lucien Favre (Borussia M'Gladbach)...

...über das erste Gegentor: "Es war dumm, das erste Gegentor zwei Minuten vor der Halbzeit zu kriegen."

...über das schnell schwindende Selbstbewusstsein: "Es geht schnell, dass man es verliert. Wir wollen sofort den Ausgleich machen, anstatt Ruhe zu bewahren. Wir spielen überhastet und verlieren unnötig zu viele Bälle."

....über die Abwehr: "Ich habe es schon mehrmals gesagt und will mich nicht wiederholen. Wir haben viel zu tun, aber ich bedaure vor allem die unnötigen Tore. Vor allem das 2:0 ist total unnötig, auch das 3:0 - wir verlieren einen Ball im Mittelfeld, das ist unglaublich. Bremen konnte kontinuierlich zuhause kontern, das geht nicht."

...über die weitere Vorgehensweise: "Wir werden kontinuierlich arbeiten, Gespräche führen, das ist klar. Wir müssen mit mehr Vertrauen spielen. Wir vergessen manchmal zu verteidigen. Wir bezahlen das cash."

Martin Kree...

...über die Auswirkung der Derby-Pleite: "Natürlich ist es doppelt schwer, wenn man ein Derby verliert. Aber grundsätzlich ist in der Mannschaft so viel Potential, wir haben so einen guten Trainer. Ich bin da ganz sicher, dass sie es wieder hinbiegen werden. Es muss zwar jetzt schnell kommen, weil Real Madrid ist jetzt auch nicht so ein leichter Gegner, aber da kann man auch wieder viel gewinnen. Heute ging es mehr darum, dass man viel verlieren konnte."

...über eine mögliche Vorentscheidung im Meisterschafts-Rennen: "Ich glaube nicht, dass es schon entschieden ist. Die Bayern haben letztes Jahr schon neun Punkte Vorsprung gehabt. Jetzt sind es zwar zwölf, aber wir haben noch beide Spiele gegen die Bayern. Ich denke schon, dass noch einiges drin ist. Die Mannschaft hat auch in den letzten Spielen gute Spielzüge gezeigt. Von daher kann man nicht von einer Krise reden. Heute haben sie schlecht gespielt und zum ersten Mal ein Heimspiel nach zwölf Monaten verloren. Wer kann das in Deutschland schon sagen?"

...über den VFL Bochum, wo er im Aufsichtsrat sitzt: "Wir haben keine leichte Situation. Wir sind im Umbruch. Wir haben einen mittelmäßigen Zweitliga-Etat. Insgesamt haben wir noch einen ganzen Weg vor uns, um wieder dahin zu kommen, wo wir eigentlich hinwollen, wo wir auch 36 Jahre waren von den letzten 42 Jahren, nämlich in die erste Liga. In diesem Jahr wird es eher schwer werden."

Matthias Sammer (Sportvorstand FC Bayern München)...

...über sein Verhältnis zu Jupp Heynckes: "Das ist kein Verhältnis, weil ein Verhältnis habe ich mit meiner Frau. Aber wir haben einen Umgang miteinander, dass es ein Traum ist. Ich habe Heynckes intern und extern versprochen, dass ich ein Partner an seiner Seite bin und daran wird sich nichts ändern. Wenn es Situationen gibt, soll er mir das bitte sagen, weil ich in diesem Job relativ neu bin und auch nicht alles richtig mache und auch nicht alles kann. Deshalb wird er mir das sagen. Er kann sich meiner Unterstützung gewiss sein und vor allem auch meinem Vertrauen."

....über Jupp Heynckes: "Für diese sportliche Entwicklung ist er ganz alleine verantwortlich. Auch in letztem Jahr hat er Außergewöhnliches geleistet. Er hat den I-Punkt mit einem Titel nicht gesetzt, aber sehr erfolgreich unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sehr erfolgreich gearbeitet. Ich finde, er bekommt viel zu wenig Anerkennung. Das mache ich auch daran fest, dass, als ich kam, sich fast alles um mich gedreht hat. Das ist zwar normal, aber es vermischen und verwischen sich Kompetenzen. Da muss auch ich in Zukunft auf ein paar Verhaltensweisen aufpassen, aber auf der anderen Seite geht es darum, dass herausgestellt wird, dass der Trainer verantwortlich ist für die Mannschaft und für den Erfolg."

...über eine mögliche Verlängerung mit Heynckes: "Uli Hoeneß hat es ja vor zwei Tagen gesagt. Wir werden um die Jahreswende herum Gespräche führen und wir sind offen. Das Verhältnis von Bayern München zu Heynckes ist so eng, dass wir ihn mit an den Tisch holen, sollten wir Gespräche führen."

...über seine Kritik nach dem Bremen-Spiel: "Ich mache das, was ich in dem Moment für richtig erhalte. Das mache ich für den Klub - nicht für mich und für niemand anderen. Nur mal, um zu verstehen und was ich auch erst lernen muss und verstehen muss in diesem Verein: Es ist eine Situation eingetreten mit der Verpflichtung von mir, dass Jupp Heynckes auf Pressekonferenzen, bei denen es um rein sportliche Dinge ging, nach mir gefragt wurde. Mit der Zeit kann ich dafür ein unglaublich gutes Gefühl entwickeln, dass das eine Situation ist, die unglaublich nervend ist und der Respekt und die Autorität des Trainers ein Stück weit untergraben wird. Da habe ich vielleicht auch in Bremen die Konstellation unterschätzt. Es ging nicht darum, sich persönlich darzustellen.

...über seine Rolle als "Aufpasser" bei Bayern, der alle Trainings beobachtet: "Ich werde eines nicht tun: Für die Öffentlichkeit keine Trainings mehr anschauen, damit da vermeintlich Ruhe herrscht. Das ist ja lächerlich. Ich an meiner Stelle hätte jeden Tag die pure Freude, mich mit jemandem auszutauschen, der Fußballverstand hat, der ein paar Dinge beurteilen kann. Dadurch werde ich ja nur besser. Und ich kann Ihnen sagen: Jupp Heynckes macht das jeden Tag."

...über die Konkurrenzsituation bei Bayern: "Es ist wichtig, dass Spieler wie Tom Starke, Tymoschuk, Rafinha oder Daniel van Buyten einen guten Geist verbreiten an die Spieler, die psychologisch in einer besseren Situation sind. Das ist das Geheimnis einer großen Mannschaft und macht uns im Moment so stark. Wir werden alle brauchen. Alle haben sich in Topform zu halten."

...über die Rückkehr von Arjen Robben: "Ich kann das nicht seriös beantworten. Aber wir sollten aufhören, immer zu sagen: Jetzt ist er morgen oder übermorgen da oder in drei Tagen. Wenn Arjen mit der medizinischen Abteilung das Gefühl hat, er fühlt sich wohl, dann ist er so ein Profi, der eher gebremst, als angeschoben werden muss. Deswegen sollte man ihm auch die nötige Zeit geben. Er ist noch im Individualtraining, aber auf einem guten Niveau."

...über die behutsame Heranführung von Javi Martinez: "Der Trainer hat da ein glänzendes Gefühl für, wann es Zeit ist für mehr und für weniger Einsatzzeit. Das ist allein Sache von Jupp Heynckes."

...über René Adler und Manuel Neuer: "Manuel Neuer ist ein ausgezeichneter Torhüter. Die Nationalmannschaft hat sich auf ihn festgelegt, dass er in Deutschland die Nummer Eins ist. Er muss das immer wieder beweisen. Dementsprechend wird er auch in Zukunft den Nachweis erbringen. Wir reden immer von Persönlichkeitsstrukturen, von Führungsspielern. Manuel ist auf dem Weg dahin. Dass wir ich nach einer bisschen kritischen Frage direkt wieder in Frage stellen, um hinterher zu schreien: Wo sind unsere Führungsspieler? Diese Diskussion ist genauso absurd, als dass man nicht Adler Zeit geben sollte sich weiter zu entwickeln. Auf Dauer geht es natürlich um Leistung. Die wird Manuel bringen. Das garantiere ich Ihnen."

Sebastian Kehl (Borussia Dortmund)...

...über eine Dortmunder Titelverteidigung: "Die Titelverteidigung ist definitiv nicht passé. Dafür sind wir noch zu früh in der Saison, obwohl die Punkteausbeute natürlich recht mager ist. Ich will nicht das letzte Jahr herholen, aber da war es auch schon so, dass nach den ersten Spieltagen die Schale schon in München war und so ist sie genauso wenig heute schon in München. Wir haben noch die Chance eine gute, vielleicht sogar eine sehr gute Saison zu spielen. Wenn die Bayern am Ende alle Spiele gewinnen, haben sie es auch verdient. Aber auch da wird es mal Dämpfer, vielleicht einen Einbruch geben. Aber wir müssen uns steigern."

...über die fehlende Überzeugung aus dem Meisterjahr: "Die ist definitiv noch da. Wir haben in dieser Saison nur gestern sehr, sehr schlecht gespielt, ansonsten haben wir nur gute Spiele gemacht und unglücklich Punkte liegen gelassen. In Hamburg hätten wir gewinnen müssen, in Frankfurt haben wir geführt, in Hannover das Tor noch bekommen. Da liegen Punkte auf der Strecke, die aber weniger mit schlechten Leistungen, sondern mit Fehlern und Unachtsamkeiten zu tun haben."

...über den Respekt vor Real Madrid: "Das Spiel in Manchester hat uns eine ganze Menge Selbstvertrauen gegeben. Wir haben durch das letzte Jahr in der Champions League eine Menge Kritik einstecken müssen. In diesem Jahr präsentieren wir uns deutlich besser und hätten in Manchester gewinnen müssen. Natürlich ist Respekt vor Real da, aber keine Furcht. Und es wird auch nicht so sein, dass wir im Kabinengang schon Trikots tauschen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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