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Kreml über neuen Wada-Doping-Report: „Nicht emotional reagieren“

Archivmeldung vom 09.12.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.12.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Blick auf den Moskauer Kreml von der Großen Steinernen Brücke über dem Moskwa-Fluss (2007)
Blick auf den Moskauer Kreml von der Großen Steinernen Brücke über dem Moskwa-Fluss (2007)

Foto: Минеева Ю. (Julmin) (retouched by Surendil)
Lizenz: CC-BY-SA-1.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der neue russische Sportminister, Pawel Kolobkow, hat den Vorwurf der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada, in Russland habe es bei Doping eine „institutionelle Verschwörung“ gegeben, als falsch zurück gewiesen. Der Kreml warnt seinerseits davor, auf den neuen Wada-Bericht emotional zu reagieren, schreibt die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik".

Weiter heißt es in der Meldung auf der Webseite:„Es hat in Russland keine staatliche Verschwörung gegeben“, beteuerte Kolobkow am Freitag. Die Terminologie des Wada-Ermittlers Richard McLaren sei falsch. Der Minister versicherte, dass „die russischen Behörden den einzelnen Unregelmäßigkeiten und Verbrechen bereits nachgehen“. „Es wäre aber wünschenswert, dass auch in anderen Staaten zu den dort begangenen Doping-Verstößen mit solchem Nachdruck ermittelt würde“.

Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, sagte in seiner Stellungnahme zum neuen McLaren-Report, man sollte darauf "nicht emotional reagieren".

Die Wada-Untersuchungskommission unter Leitung des kanadischen Rechtsprofessors Richard McLaren hat am Freitag einen zweiten Bericht über Doping in Russland veröffentlicht. Darin ist von einer „institutionellen Verschwörung“ die Rede. So sollen bis zu tausend Athleten gemeinsam mit russischen Offiziellen im Sportministerium und dessen Behörden wie der Nationalen Anti-Doping-Agentur Rusada mit dem Moskauer Kontrolllabor und dem Inlandsgeheimdienst FSB Dopingtests manipuliert haben.

In ihrem etsten Bericht, der kurz vor den Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro veröffentlicht wurde, hatten die Wada-Ermittler das russische Sportministerium, die Anti-Doping-Labors in Moskau und Sotschi sowie den Inlandsgeheimdienst FSB beschuldigt, in ein staatlich gesteuertes Dopingprogramm russischer Athleten involviert zu sein. Russische Beamte bestritten das. Dennoch ließ der internationale Sportgerichtshof CAS die russische Leichtathletik-Auswahl komplett von den Spielen ausschließen.

Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) schloss alle russischen Athleten von den Paralympics in Rio aus. Das Internationale Olympia-Komitee (IOC) sah von einem Komplett-Ausschluss der russischen Auswahl ab. Über das Startrecht einzelner Athleten entschieden ihre jeweiligen Weltverbände. Sportler, die bereits früher wegen Doping gesperrt gewesen waren, durften in Rio nicht starten."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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