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11. World Games in Birmingham (USA): DLRG schickt 14 Rettungsschwimmer für Deutschland ins Rennen

Archivmeldung vom 30.06.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.06.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: DLRG e.V., Steph Dittschar Fotograf: Steph Dittschar
Bild: DLRG e.V., Steph Dittschar Fotograf: Steph Dittschar

14 Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) kämpfen am 10. und 11. Juli bei der elften Auflage der World Games in Birmingham (USA) um Medaillen. Die Athleten sind Teil des Team Deutschland vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), das mit über 240 Sportlern vom 7. bis 17. Juli an den Spielen teilnimmt. Bei den alle vier Jahre stattfindenden Weltspielen treten diesmal rund 3.600 Athleten in 34 nichtolympischen Sportarten an.

"Wir freuen uns sehr darüber, dass nun nach etwas Verzögerung die World Games, das sportliche Highlight für unsere Athleten, stattfinden. Umso mehr freut es uns, dass die DLRG eine so große Delegation in die USA schickt, um Deutschland zu vertreten", sagt DLRG Präsidentin Ute Vogt.

Für die Wettbewerbe im Rettungsschwimmen am 10. und 11. Juli hat die DLRG folgende Sportler nominiert: die in Warendorf stationierten Sportsoldaten Tim Brang (DLRG Schloß Holte-Stukenbrock), Alica Gebhardt (DLRG Bad Oldesloe), Nina Holt (DLRG Harsewinkel), Undine Lauerwald (DLRG Halle-Saalekreis), Arne Möller (DLRG Hagen im Bremischen) und Valentina Toti (DLRG Bad Windsheim); außerdem die für die DLRG Schloß Holte-Stukenbrock startenden Vivian Zander (aus Magdeburg) und Jan Malkowski (aus Berlin), Kevin Lehr (DLRG Luckenwalde), Fabian Thorwesten, Fabian Ende sowie Joshua Perling (alle DLRG Halle-Saalekreis), Kerstin Lange (DLRG Schwerte) sowie Danny Wieck (DLRG Pohlheim).

Gute Chancen für das deutsche Team

Für Danny Wieck ist es bereits die dritte Teilnahme an den Weltspielen. Der gebürtige Stralsunder gehört zum Favoritenkreis in seiner Paradedisziplin über 50 Meter Retten einer Puppe. Bei den letzten Weltspielen 2017 in Polen stellte er in dieser eine neue Weltbestzeit auf (0:27,27 Sekunden), die bis heute ungeschlagen ist. Im März legte Wieck bei den Deutschen Einzelstrecken-Meisterschaften (DEM) in der Altersklasse Ü30 mit einem weiteren Weltrekord nach (0:28,80 Sekunden). Kerstin Lange, Kevin Lehr und Joshua Perling waren ebenfalls 2017 in Breslau mit dabei. Auch Lange überzeugte bei den DEM mit neuer Weltbestzeit in der Klasse Ü30 über 50 Meter Retten einer Puppe (0:33,98 Sekunden). Bei den letzten World Games holte sie Gold in der Staffel.

Vor fünf Jahren in Polen waren die DLRG Rettungsschwimmer sehr erfolgreich. Sie brachten acht Mal Edelmetall mit nach Deutschland und wollen auch dieses Mal wieder angreifen. "Es wäre doch klasse, wenn Joshua und ich noch einmal gemeinsam aufs Podium klettern können", so Danny Wieck. 2017 holte der 30-Jährige seine erste Goldmedaille im Einzel bei den World Games (50 Meter Retten einer Puppe), Teamkollege Joshua Perling schlug direkt nach ihm an und schwamm zu Silber. Zusammen mit Kevin Lehr und Christian Ertel (nicht nominiert) stellten die vier seinerzeit zudem den noch heute gültigen Weltrekord in der 4x25 Meter Puppenstaffel ein (1:04,04 Minuten).

Doch auch die Kaderathleten, die erstmalig an den World Games teilnehmen, versprechen Höchstleistungen. Die erst 19-jährige Nina Holt aus Erkelenz schwamm bei den DEM in der Disziplin 100 Meter kombinierte Rettungsübung neue Weltbestzeit (1:08,06 Minuten), hält den Juniorinnen-Weltrekord über 50 Meter Retten einer Puppe (0:34,04 Sekunden) und vier deutsche Rekorde bei den Frauen. Sie wird mit ihrer Teilnahme an drei der fünf Einzel- und allen drei Staffeldisziplinen das größte Programm abspulen. Tim Brang macht als amtierender Doppeleuropameister ebenfalls Hoffnung auf Medaillen für das deutsche Team. Bei der Europameisterschaft im spanischen Castellon avancierte der 24-Jährige vergangenes Jahr mit vier Goldmedaillen zum erfolgreichsten DLRG Athleten.

Bei den Wettkämpfen im Rettungsschwimmen nehmen über 80 Athleten aus neun Nationen teil, um in fünf Einzel- und drei Staffeldisziplinen gemeinsam um Medaillen zu wettstreiten. In jeder Disziplin sind nur die Athleten und Staffeln dabei, die zum Ende des Qualifikationszeitraums im Dezember 2021 unter den acht Zeitschnellsten waren. Höchstens qualifizieren sich jedoch nur zwei Sportler pro Nation in den Einzelstrecken und eine Staffel pro Nation und Geschlecht.

Die 11. World Games werden am Donnerstag (7.7.) um 3:00 Uhr nachts deutscher Zeit (der Zeitunterschied beträgt minus sieben Stunden) im fast 50.000 Sitzplätze fassenden Protective Life Stadium in Birmingham eröffnet. Unter den Gästen ist auch Marcel Hassemeier aus Warendorf. Der ehemalige DLRG Kaderathlet gehört zu den erfolgreichsten Athleten in der Geschichte der Spiele. 2013 in Kolumbien gewann er viermal Gold und einmal Silber. In den USA wird der 32-Jährige die 11. World Games als Flaggenträger mit eröffnen. Zur Abschlussfeier am 20.7. wird Soul-Legende Lionel Richie erwartet. Die Rettungsschwimmer gehen im sogenannten Natatorium des Birmingham CrossPlex in die Wettkämpfe. Die Halle bietet Platz für über 1.400 Fans, Trainer und Athleten.

Übertragung im Free-TV

Der Fernsehsender Sport1 sicherte sich derweil die Übertragungsrechte an den World Games 2022 und zeigt die Spiele. Zusätzlich gibt es auf sport1.de einen Livestream. Die frühere, erfolgreiche Rettungssportlerin Stephanie Kasperski aus Wiesbaden, unterstützt als Co-Moderatorin. Die Wettbewerbe im Rettungsschwimmen starten in der Nacht von Sonntag auf Montag (10.7.) um 0:00 Uhr deutscher Zeit. Am Montag (11.7.) beginnen die Läufe um 21:30 Uhr. Auch Team Deutschland berichtet auf verschiedenen Plattformen ( teamdeutschland.de). Weitere Informationen gibt es auf Facebook und Instagram (@dlrgrettungssport).

Über den Rettungssport

Der Rettungssport ist die Wettkampfvariante des Rettungsschwimmens. Er entstand aus der Idee heraus, Menschen für den Wasserrettungsdienst zu gewinnen. Denn gute Rettungssportler sind auch gute Rettungsschwimmer. Der Sport kann im Ernstfall helfen, Leben zu retten. Gleichzeitig können durch ihn Techniken zur Rettung verfeinert und perfektioniert werden. Kraft, Kondition, Schnelligkeit und die Beherrschung der Rettungsgeräte sind Voraussetzung dafür, im Wettbewerb konkurrenzfähig sein zu können. In der DLRG betreiben rund 60.000 meist junge Menschen aktiv den Rettungssport, vom lokalen Verein bis hin zum internationalen Wettkampf. Vielen von ihnen konnten dadurch bereits für den Wasserrettungsdienst an den Stränden, Badesee und in Schwimmbädern begeistert werden.

Alle Ergebnisse, viele Bilder und weitere Informationen zu den World Games in Birmingham (USA) gibt es unter https://dlrg.de/worldgames.

Quelle: DLRG - Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (ots)

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