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ARD-Sportschau: "Asiatisches Wettsyndikat auch in Deutschland tätig"

Archivmeldung vom 14.01.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.01.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: WDR/Herby Sachs
Bild: WDR/Herby Sachs

Sergio Lo Presti, Chefermittler im italienischen Fußball-Wettskandal aus Cremona, berichtet in der ARD-Sportschau, dass ein asiatisches Wettsyndikat, mit Sitz in Singapur, auch im deutschen Fußball Spiele manipulieren wollte.

In Zusammenarbeit mit deutschen Polizeibehörden stellte Lo Presti fest: "Einige der Personen, gegen die wir ermitteln, haben sich sowohl mit Spielen der deutschen Meisterschaften als auch der italienischen beschäftigt und wollten einige dieser Spiele verschieben." Auf die Frage, ob auch Spiele der beiden deutschen Bundesligen betroffen sind, wollte sich Lo Presti, mit Hinweise auf noch laufenden Ermittlungen, nicht äußern. Er betonte jedoch die gute Zusammenarbeit mit seinen Bochumer Kollegen.

Was aufgrund der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Cremona als Manipulationsskandal im italienischen Fußball begann, nimmt mittlerweile globale Dimensionen an. Den Kopf der Organisation lokalisierten die Ermittler in Singapur. "Das ist eine Gruppe, die sich den ganzen Erdball in Einflusszonen aufteilte", sagte Lo Presti, der ARD.

50 bis 60 Spiele der obersten drei italienischen Ligen gelten als verschoben. Mehr als 100 Personen, über die Hälfte von ihnen aktuelle und ehemalige Fußballprofis, zählt der Staatsanwalt Roberto Di Martino zu dem Betrugsnetzwerk. "Was wir zum Gegenstand haben, ist die Bildung einer kriminellen Vereinigung mit dem Ziel des Sportbetrugs", sagt Di Martino der ARD.

Den Ermittlungen zufolge existierten feste Tarife für die Bestechung von Fußballern. "200.000 bis 300.000 Euro für Serie A-Spiele, ca. 100.000 für die Serie B, 50.000 bis 60.000 für die dritte Liga", berichtet Di Martino.

Mittlerweile sind die Akten auf 24.000 Seiten angewachsen. Gegen 24 Beschuldigte wurden Haftbefehle ausgefertigt, neun unter Hausarrest gestellt. Unter ihnen befinden sich auch der dreimalige Torschützenkönig der Serie A, Giuseppe Signori, und der Rekordtorschütze des Serie A-Klubs Atalanta Bergamo, Cristiano Doni.

Wie die ARD von der Staatsanwaltschaft erfuhr, sollen in den nächsten Tagen weitere Verdächtige vernommen werden.

Quelle: ARD Das Erste (ots)

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