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BVB-Chef Watzke kritisiert Hoeneß-Äußerungen

Archivmeldung vom 16.01.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.01.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Hans-Joachim Watzke, BVB
Hans-Joachim Watzke, BVB

Von Martin Davidsen - cropped from, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=27423357

Hans-Joachim Watzke, Chef des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund, beklagt sich über die forschen Töne des Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß, die dieser kurz nach seiner Wahl zum Kluboberhaupt getätigt hatte. "Ich habe ich mich sehr gewundert", sagte Watzke der "Welt am Sonntag". "Wir haben immer gesagt, dass wir eine Saison des Umbruchs haben. Wir verlieren drei unserer Topleute, und wir wussten, wie schwierig diese Saison wird.

Niemand bei Borussia Dortmund hat auch nur einen Satz gesagt, der auf diese höhnische Art hätte interpretiert werden können", so der BVB-Chef weiter. "Wie kommt er also dazu, so etwas zu sagen? Wenn Sie mich fragen: In diesem Fall gab es wohl eine Wahrnehmungsstörung."

Hoeneß hatte unter anderem geäußert, dass Dortmund sich noch im Sommer ausgerechnet habe, dem FC Bayern "richtig auf die Pelle" zu rücken - nun seien es zwölf Punkte Rückstand. Als "vertrauliche Arbeitsbeziehung" etikettierter der BVB-Chef dagegen das Verhältnis zu Karl-Heinz Rummenigge, "mein Äquivalent bei den Bayern, mein Ansprechpartner.

Wir haben in der Vergangenheit zwar auch schon manchen Strauß ausgefochten, aber speziell in Fragen der Fernsehrechte, der Verteilung der TV-Gelder oder der Auslandsvermarktung gibt es ähnliche Interessen", sagte Watzke. Darüber würden die beiden Klubchefs "sehr oft" diskutieren. "Karl-Heinz Rummenigge ist einer der einflussreichsten Menschen im europäischen Fußball.

Wir haben sehr viele Dinge im Vorfeld von wichtigen Entscheidungen besprochen", so Watzke weiter. "Das war sehr vertrauensbildend. Ich habe mit Rummenigge mittlerweile eine vertrauliche Arbeitsbeziehung aufgebaut." Den neuen Bundesligakonkurrenten RB Leipzig, der nach dem Aufstieg zur Winterpause auf Rang zwei rangiert, sieht Watzke "nicht uneinholbar weit weg.

Allerdings müsste schon sehr viel passen, dass wir sie noch abfangen können. Sie haben sich einen enormen Vorsprung erarbeitet", sagte der BVB-Chef. Die TSG Hoffenheim habe allerdings in ihrer Aufstiegssaison 2008/2009 etwas Ähnliches vorgemacht - und danach herbe Rückschläge erlebt. "Wir müssen abwarten, wie es in Leipzig weitergeht, wie sie mit der neuen Situation zurechtkommen werden", sagte Watzke.

"In Leipzig werden jetzt die üblichen Mechanismen in Gang gesetzt. Viele ihrer Spieler werden von anderen Klubs kontaktiert. Sie werden Rückschläge verarbeiten müssen. Und wie geht es mit dem Projekt grundsätzlich weiter? Auch RB Salzburg hatte in Österreich bereits eine sehr dominante Rolle eingenommen - doch diese Vormachtstellung bröckelt wieder."

Auch zu den Trainern Jürgen Klopp und Thomas Tuchel gab Dortmunds Chef eine aktuelle Einschätzung. Für den Ex-BVB-Coach Klopp und dessen Erfolge mit dem FC Liverpool freue sich Watzke "extrem. Und der FC Liverpool hat in ihm nicht nur einen großartigen Trainer, sondern auch einen großartigen Botschafter.

Er wird sicherlich einige Jahre in Liverpool sein", sagte der BVB-Boss. "Aber machen wir uns nichts vor: In England ist die Konkurrenzsituation dramatisch. Sechs große Vereine kämpfen um vier Champions-League-Plätze, zwei fallen also automatisch hinten runter. Dazu solltest du nicht so häufig gehören, denn ansonsten ist das mit der Langfristigkeit bei den Eigentümern - egal ob sie aus den USA, Russland oder aus dem arabischen Raum kommen - eine schwierige Sache."

Bezüglich des aktuellen Dortmunder Trainers Thomas Tuchel skizzierte Watzke die Agenda für eine mögliche Verlängerung dessen Vertrags. "Thomas Tuchel hat noch einen Vertrag bis Ende der kommenden Saison. Wir haben gesagt, wir gehen nicht in das letzte Vertragsjahr, ohne Gespräche geführt zu haben.

Das deckte sich übrigens auch komplett mit seinem Wunsch. Wir sind uns einig, dass es am besten ist, am Ende der Saison zu sprechen. Dann lässt sich einfach viel besser Bilanz ziehen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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