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Werner Schuster: "Wir werden auch heuer wieder in aller Ruhe in die Tournee starten"

Archivmeldung vom 27.12.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.12.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Werner Schuster (links). Bild: Karl Koch / ExtremNews
Werner Schuster (links). Bild: Karl Koch / ExtremNews

Werner Schuster, Bundestrainer Skisprung Herren, sagt vor Beginn des Skisprung Highlights der Saison: "Wir freuen uns auf den Auftakt der 65. Vierschanzentournee in Oberstdorf. Wie schon in den letzten Jahren setzen wir neben unserer Weltcup-Mannschaft auch unsere Nationale Gruppe ein. Insgesamt werden also zwölf deutsche Skispringer in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen an den Start gehen."

Schuster weiter: "Wir haben im vergangenen Jahr mit dem zweiten Platz von Severin Freund und drei weiteren Springern unter den Top-12 tolle Erfolge gefeiert und wollen auch heuer die Tournee wieder mitgestalten.

Vier unserer sieben Weltcup-Springer konnten den besten Saisonstart ihrer Karriere verzeichnen. In der Breite haben wir sehr gute Ergebnisse erreicht. So waren oftmals vier bis fünf unserer Aktiven in den Top-15 gelistet. Eine tolle Basis für den Tourneestart und die weitere Entwicklung des Teams.

Mit drei Podestplatzierungen, darunter ein Sieg, haben wir uns zwar nicht in die Favoritenrolle gehievt, verfügen aber trotzdem über eine gute Ausgangssituation. Diese wollen wir nutzen und uns im Verlauf der Tournee weiter steigern. Entsprechend motiviert starten wir in das erste Großereignis der Saison.

Severin Freund tut sich in Folge seiner verletzungsbedingten Trainingspause noch schwer, konstant hochwertige Sprünge abzurufen. Allerdings kann er aufgrund seiner große Erfahrung und Routine recht schnell in die Erfolgsspur zurückfinden. Das Auftaktspringen auf seiner Heimschanze in Oberstdorf ist hierfür sicherlich ein Vorteil.

Markus Eisenbichler ist seit einigen Monaten in sehr guter Form. Mit seinem ersten Podestplatz in Lillehammer hat er ein Ausrufezeichen gesetzt und ist in der erweiterten Weltspitze gelandet. Er kann mit guten Sprüngen auch ganz vorne landen. Markus wächst von Weltcup zu Weltcup immer besser in diese neue Rolle hinein.

Auch Richard Freitag und Andreas Wellinger haben im bisherigen Winter punktuell gute Sprünge gezeigt und sind zuletzt in Engelberg noch einmal einen Schritt weitergekommen. Sie haben, wie Karl Geiger und Stephan Leyhe, die Trainingseinheiten vor Weihnachten noch einmal intensiv genutzt, um an ihrer Sprungtechnik zu feilen.

Mit zusätzlichen Trainings im Anschluss an die Weltcup-Wochenenden in Klingenthal, Lillehammer und Engelberg haben wir die Strategie umgesetzt, schrittweise Fahrt Richtung Tournee aufzunehmen.

Diese Einheiten waren sehr effizient, da wir uns zusätzliche Reisetage sparten und von optimalen Bedingungen profitieren konnten. Technik- und Materialabstimmungen wurden also in den letzten Wochen auf die Tournee hin umgesetzt. Hier sind wir gut vorbereitet.

Unsere Überlegung aus dem vergangenen Jahr, früher nach Oberstdorf anzureisen und in der Folge die Quartierwechsel zu minimieren, hat sich in der Praxis bewährt. Wir werden auch heuer wieder in aller Ruhe in die Tournee starten und die Springen in Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck von Seefeld aus anfahren."

Statements der deutschen Springer kurz vor Beginn der Tournee:

Markus Eisenbichler: "Mit dem bisherigen Verlauf des Winters bin ich sehr zufrieden. Nach den guten Vorleistungen im Sommer ist es mir gelungen, auch im Weltcup technisch gute Sprünge zu zeigen. Ein Schlüssel zu diesem Erfolg liegt für mich auch darin, konsequent von Sprung zu Sprung und von Wochenende zu Wochenende zu denken und zu handeln.

Mein Fokus liegt daher auch bei der Tournee auf den einzelnen Wettkämpfen. Dabei gilt es, die Sprungtechnik möglichst schnell an die jeweilige Anlage zu adaptieren. Was am Ende im Gesamtklassement dabei herauskommt, steht dann auf einem ganz anderen Blatt. Sich schon vorab gedanklich mit der Gesamtwertung zu beschäftigen, wäre kontraproduktiv."

Richard Freitag: "In der bisherigen Saison habe ich schon sehr gute Einzelsprünge zeigen können. Jetzt gilt es, zwei hochwertige Sprünge im Wettkampf abzuliefern. Daran habe ich in den Trainingseinheiten vor Weihnachten noch einmal gearbeitet. Die Ausgangssituation für die Tournee ist nicht so schlecht. Ich zähle nicht zum Favoritenkreis, habe keinen Druck und kann also ganz entspannt von hinten kommen.

Alle vier Tournee-Schanzen haben einen eigenen Charakter, und es ist eine tolle Herausforderung, sich auf die spezifischen Anforderungen jeder einzelnen Schanze einzustellen. Am meisten Spaß macht es mir, in Innsbruck zu springen. Nicht nur, weil ich dort vor zwei Jahren gewonnen habe, sondern vor allem, weil Schanze und Atmosphäre am Bergisel einzigartig sind."

Severin Freund: "Die Vorfreude auf Oberstdorf ist riesig. Einen schöneren Einstand in die Tournee, als vor 25.000 Zuschauern im Stadion, kann ich mir nicht vorstellen. Auch sportlich ist es für mich eine schöne Situation, da ich auf der Oberstdorfer Schanze oft trainiere, und ich die Anlage sehr gut kenne.

Nach meinen bisherigen Saisonleistungen kann ich aber nicht davon ausgehen, dass sich mein Vorjahrssieg wiederholen lässt. Da ist der Rückstand nach der verletzungsbedingten Zwangspause im Sommer doch einfach noch zu groß.

Ich glaube daher, dass ich gut daran tue, mir nicht zuviel zu erwarten. Mein Ziel ist es, an der Stabilität meiner Sprünge zu arbeiten und über den Tourneeverlauf besser zu werden. Dabei kann sicher auch ein schönes Tagesergebnis rauskommen, aber mein Fokus liegt ganz klar auf einem nachhaltigen Formaufbau."

Karl Geiger: "Ich bin in diesem Jahr sehr stabil im Weltcup unterwegs. Dabei gelingt es mir vor allem im Wettkampf oft, noch eine Scheibe draufzulegen. Das Gesamtpaket stimmt derzeit. Sowohl sprungtechnisch, als auch körperlich fühle ich mich wohl und fit. Ich genieße es sehr, im Weltcup zu springen und freue mich natürlich mit der Vierschanzentournee auf das erste große Highlight des Winters.

Die Tournee startet quasi in meinem Wohnzimmer, denn ich bin Oberstdorfer und kenne die Anlage von klein auf. Ein weiterer Vorteil: Von allen Springern habe ich definitiv die kürzeste Anreise, was den ganzen Einstieg deutlich entspannt.

Druck mach ich mir aber keinen besonderen. Denn ich weiß, wenn ich locker so weiter springe, kann ich mich in der erweiterten Weltspitze behaupten. Das ist mein Ziel, denn bisher springe ich die beste Saison in meiner Karriere und das will ich gerne fortführen."

Stephan Leyhe: "Ich bin recht ordentlich in die Saison gestartet, habe an meiner Konstanz gearbeitet, und die Sprünge kommen mittlerweile auf einem guten Niveau. Jetzt möchte ich den nächsten Schritt nach vorne machen, und wo wäre das schöner als bei der Vierschanzentournee.

Allerdings, so banal das jetzt auch klingen mag, eines ist richtig: die Tournee hat ihre eigenen Gesetze. Wenn du auch nur einen von acht Sprüngen verhaust, wirst du im Gesamtklassement gleich mal ganz weit nach hinten durchgereicht.

Mein Ziel ist, mir bis zur letzten Station eine gute Ausgangsposition zu erarbeiten. Denn erst dann darf ich auf meine Lieblingsschanze in Bischofshofen."

Andreas Wellinger: "Ich hatte einen etwas holprigen Start in den Winter. Ab Lillehammer ging es dann aber in die richtige Richtung. Die Sprünge kommen seither wieder konstanter. Das ist eine gute Grundlage, um technisch weiter an den Feinheiten zu arbeiten.

Die Tournee kommt mir dabei entgegen, denn viele Sprünge in rascher Abfolge bedeuten auch, dass man intensiv und fortwährend an der Technik arbeiten kann.

Das ganze Drumherum der Tournee habe ich mittlerweile schon dreimal erlebt. Das bringt mich daher nicht aus der Ruhe, davon lasse ich mich nicht ablenken.

Richtig starke und immer wieder extrem emotionale Erlebnisse sind die vollen Stadien. Vor solchen Kulissen springen zu dürfen, ist wirklich ein extremes Privileg und darauf freue ich mich sehr!"

Informationen und Aufgebote zur 65. Vierschanzentournee

Oberstdorf (GER)
- Do., 29.12.2016, 16:45 Uhr (MEZ): Herren, Qualifikation, HS 137
- Fr., 30.12.2016, 16:45 Uhr (MEZ): Herren, Einzel, 1. Durchgang, HS 137, anschließend Finale

Garmisch-Partenkirchen (GER)
- Sa., 31.12.2016, 14:00 Uhr (MEZ): Herren, Qualifikation, HS 140
- So., 01.01.2017, 14:00 Uhr (MEZ): Herren, Einzel, 1. Durchgang, HS 140, anschließend Finale

Innsbruck (AUT)
- Di., 03.01.2017, 14:00 Uhr (MEZ): Herren, Qualifikation, HS 130
- Mi., 04.01.2017, 14:00 Uhr (MEZ): Herren, Einzel, 1. Durchgang, HS 130, anschließend Finale

Bischofshofen (AUT)
- Do., 05.01.2017, 16:45 Uhr (MEZ): Herren, Qualifikation, HS 140
- Fr., 06.01.2016, 16:45 Uhr (MEZ): Herren, Einzel, 1. Durchgang, HS 140, anschließend Finale

Das DSV Ausgebot

Für das Auftakt-Springen in Oberstdorf und das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen nominiert die Sportführung des Deutschen Skiverbandes insgesamt zwölf Athleten. Die folgenden sechs Springer stehen fest:

- Markus Eisenbichler (TSV Siegsdorf)
- Severin Freund (WSV DJK Rastbüchl)
- Richard Freitag (SG Nickelhütte Aue)
- Karl Geiger (SC 1906 Oberstdorf)
- Stephan Leyhe (SC Willingen)
- Andreas Wellinger (SC Ruhpolding)

Weitere sechs Starter werden im Anschluss an die Continentalcup-Bewerbe
in Engelberg (27./28.12.2016) benannt.

Quelle: DSV

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