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Das Länderspieljahr ist vorbei – jetzt kommt die Euro

Archivmeldung vom 26.11.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.11.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Deutschland Flagge
Deutschland Flagge

Bild: pixabay

Mit dem 0:6 gegen Spanien hat sich Deutschland aus dem Länderspieljahr 2020 verabschiedet. Es war die höchste Niederlage seit 89 Jahren und der Tiefpunkt unter der Amtszeit von Bundestrainer Joachim Löw. Bis zum Start der Euro im kommenden Sommer muss bei der deutschen Nationalmannschaft noch einiges passieren. Ansonsten droht ein Debakel wie bei der WM 2018 in Russland. Immerhin heißen die Gruppengegner Frankreich und Portugal. Der amtierende Welt- und Europameister konnten da zuletzt schon weit mehr überzeugen.

Fußballer
Fußballer

Bild: pixabay

Deutschland nur noch Außenseiter?

Es ist bei jedem großen Turnier das Gleiche. Deutschland gilt zwar noch als Top-Favorit, scheint aber schon länger, mit sich zu kämpfen. Die Ergebnisse sind zweitrangig, denn die DFB-Auswahl ist ja bekanntlich eine Turniermannschaft. Erst wenn es wirklich um etwas geht, entfacht sie ihr ganzes Potenzial. Der „WM-Fluch“ hat den amtierenden Weltmeister - abgesehen von Russland 2018 - schon mehrmals getroffen. Da war das Aus in der Gruppenphase der Deutschen keine Ausnahme. Direkte Auswirkungen auf die Wettquoten wie bei bet365 hatte das Debakel gegen Spanien nicht. Deutschland zählt mit 8,50 immer noch zum Kreis der Favoriten, noch vor Portugal oder Italien (13,00).

Klar ist aber auch, dass Nationen wie Belgien, England, Frankreich und wie gesehen Spanien, einen Schritt voraus sind. Gegen die Spanier gelang in der Nations League kein Sieg (1:1, 0:6). Auch die letzten beiden Duelle gegen die Franzosen (1:2, 0:0) wurden nicht gewonnen. Die liegen zwar schon zwei Jahre zurück, doch im Gegensatz zum amtierenden Weltmeister lässt sich bei Deutschland seitdem keine Entwicklung erkennen. Der letzte Sieg gegen einen der Top-Favoriten liegt tatsächlich schon lange zurück. Es war der 22. März 2017 beim 1:0 gegen England. Damals stand noch ein gewisser Lukas Podolski auf dem Platz. Gegen Frankreich gelang der letzte Erfolg 2014 bei der WM (seitdem 2 Unentschieden, 3 Niederlagen). Auch gegen Spanien wartet man nun schon wieder seit drei Spielen (2 Unentschieden, 1 Niederlage) auf das nächste Erfolgserlebnis.

Können die WM-Helden helfen?

Der Bundestrainer hat einen Weg eingeschlagen, den er nun konsequent fortführen möchte. Die Mannschaft wurde verjüngt, Stars auf ihrem Zenit aussortiert. Jogi Löw erklärte dies mit dem notwendigen Umbruch, den er mit Blick auf die Europameisterschaft und nach dem WM-Debakel vollziehen muss. Das war nur logisch, denn schlechter als in Russland konnte es eigentlich nicht mehr werden. Doch mit der darauffolgenden Nations League wurde es noch schlimmer. Sieglos gegen Frankreich und die Niederlande. Abstieg aus der Liga A. Nur durch eine Änderung des Turniermodus Seitens der UEFA durfte Deutschland erstklassig bleiben. Vielleicht wäre ein Abstieg besser gewesen, dann wäre der Nationalmannschaft das Debakel gegen Spanien erspart geblieben. So aber bleibt nur die Erkenntnis, dass Deutschland bei der Euro gegen Frankreich und Portugal lediglich auf den Heimvorteil hoffen kann. Denn momentan geht die DFB-Elf definitiv nicht als Favorit in die beiden Gruppenspiele.

Zumindest hat Löw noch ein paar Monate Zeit, seine Mannschaft auf das große Turnier vorzubereiten. Bis dahin kann noch einiges passieren. Womöglich kehren auch Mats Hummels, Jérôme Boateng und Thomas Müller wieder zurück. Löw wollte das nach dem letzten Länderspiel des Jahres zumindest nicht ausschließen, wenngleich er immer wieder betont, der jetzigen Mannschaft zu vertrauen. Die Frage ist nur, wie lange noch? Es geht schließlich auch um seine Zukunft. Löws Vertrag beim DFB läuft noch bis nach der WM 2022. Sollte auch die EM mit einer großen Enttäuschung, sprich mit dem Aus in der Gruppenphase, zu Ende gehen, war es das auch für Löw. Wenn er nicht entlassen wird, dann sollte er selbst gehen. So viel Größe sollte ein Bundestrainer im Moment seiner größten Niederlage zeigen. Aber vielleicht belehrt und die Nationalmannschaft doch wieder eines Besseren. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

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