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F.A.Z.: ADAC möglicherweise an Kauf des Nürburgring interessiert

Archivmeldung vom 11.11.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.11.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Nürburgring, Grand-Prix-Strecke (oben links ein Teil der Nordschleife) Bild: Maksim / Walter Koch / de.wikipedia.org
Nürburgring, Grand-Prix-Strecke (oben links ein Teil der Nordschleife) Bild: Maksim / Walter Koch / de.wikipedia.org

Der mächtige Autofahrerverband ADAC ist am Kauf der legendären insolventen Formel-1-Rennstrecke Nürburgring interessiert. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z./Dienstagsausgabe) aus Branchenkreisen hat der ADAC am Donnerstag der vergangenen Woche eine unverbindliche Offerte unterbreitet. Für den Verband stehe dabei die Rennstrecke selbst im Zentrum – nicht jedoch andere Teile der Anlage wie etwa die Achterbahn "Ringracer" oder die Einkaufsmeile "Boulevard".

Der ADAC agiere bei seiner Offerte ohne weitere Partner aus der Autoindustrie. Schon verdichten sich die Anzeichen, dass der ADAC der ernsthafteste Interessent sein könnte, um die 1927 gegründete Rennstrecke für den Motorsport zu sichern. Die Verbindungen des ADAC zum Nürburgring sind ohnehin eng, schreibt die F.A.Z.: Noch im Juli veranstaltete der Verband hier den ADAC Truck Grand Prix mit 165.000 Besuchern. Ebenso wichtig ist das 24-Stunden-Rennen.

Nachdem der Nürburgring im Insolvenzverfahren seinen Schuldenberg losgeworden ist, kann die Anlage mutmaßlich profitabel betrieben werden. Jedenfalls kündigten die Sanierungsgeschäftsführer Lieser und Schmidt für dieses Jahr einen Umsatz von 55 Millionen bis 60 Millionen Euro an sowie ein nicht näher beziffertes "positives Betriebsergebnis", schreibt die F.A.Z.

Der Abschluss des Verkaufs – in Teilen oder als Ganzes – ist für das erste Quartal des kommenden Jahres geplant. Im Laufe der Zeit wurde schon über mehrere potentielle Investoren spekuliert. Mal hieß es, der jetzt wegen des Verdachts auf Bestechung angeklagte Formel-1-Chef Bernard Ecclestone könnte den Nürburgring übernehmen. Mal war von der deutschen Autoindustrie, die auf der Rennstrecke ohnehin ständig Bremssysteme, Reifen und Ähnliches testet, als Käufer die Rede. Ende Oktober hatten die beiden Ringsanierer Thomas Schmidt und Jens Lieser eine positive Zwischenbilanz im Nürburgring-Investorenprozess gezogen. Es sei eine hinreichende Anzahl unverbindlicher Angebote bis Ende September eingegangen. Die Kaufinteressenten haben seither einen vertieften Einblick in die Bücher erhalten.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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