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Müller lobt multikulturelle Vielfalt der Nationalmannschaft

Archivmeldung vom 13.06.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.06.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Thomas Müller
Thomas Müller

Foto: Michael Kranewitter
Lizenz: CC-BY-3.0-at
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Vor dem ersten Gruppenspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der EM 2016 gegen die Ukraine hat Nationalspieler Thomas Müller die multikulturelle Vielfalt der DFB-Auswahl gelobt. "Ich habe früh gemerkt, wie wichtig es ist, dass Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen zusammenkommen und an einem Strang ziehen", sagte der 26-Jährige der "Welt am Sonntag". "Nur so funktioniert es. Auch die Nationalmannschaft besteht ja längst nicht mehr nur aus Müllers und Neuers, sondern auch aus Özils oder Khediras. Trotzdem ist und bleibt es die deutsche Nationalmannschaft."

Auf die jüngsten Angriffe des AfD-Vizechefs Alexander Gauland, die Nationalmannschaft sei schon lange nicht mehr deutsch, reagierte Müller mit Unverständnis. "Dann hat er eine andere Definition davon als ich. Ich finde, Spieler wie Mesut oder Jérôme sind in Deutschland geboren und aufgewachsen. Mehr Deutsch geht kaum", sagte Müller. Lob gibt es vom 71-fachen deutschen Nationalspieler für die Art und Weise, mit der ein Großteil der deutschen Bevölkerung die aktuellen Flüchtlingsfragen angehe. "Ich finde, wie bislang mit der Problematik umgegangen wird, das verdient Respekt. Und damit meine ich nicht nur Entscheidungen der Politik, sondern auch, wie viele Menschen helfen und versuchen, das Problem durch Anpacken zu lösen und nicht durch Jammern", sagte der Weltmeister von 2014.

Müller, der in der bayerischen 2500-Einwohner-Gemeinde Pähl geboren und aufgewachsen ist, sieht aber auch die andere Seite der Integration. "Auch die deutschen Traditionen und die Sprache sollten respektiert werden. Es ist auch ein gewisser Aufwand nötig, um sich harmonisch in die Gesellschaft einzugliedern. Das sollte man erwarten können."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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