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Tödlicher ICE-Unfall von Bülzig: Opfer-Anwalt verklagt die Deutsche Bahn

Archivmeldung vom 10.12.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.12.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Thorben Wengert  / pixelio.de
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Zwei Jahre nach dem tödlichen ICE-Unfall von Bülzig (Landkreis Wittenberg), bei dem zwei Techniker von einem Zug erfasst worden sind, hat ein Anwalt der Hinterbliebenen die Deutsche Bahn auf Schmerzensgeld verklagt. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung. Seine Mandantin könne mit dem Trauerprozess nicht abschließen, da sie noch immer nicht wisse, wer für den Tod ihres Mannes verantwortlich sei, sagte Anwalt Stefan Kersten der MZ.

Die Staatsanwaltschaft Dessau hatte die Ermittlungen bereits eingestellt, dann aber auf Druck Kerstens Anfang des Jahres wieder aufgenommen. Zur Begründung hieß es, wichtige Zeugen wie Lokführer und Fahrdienstleiter seinen noch nicht ausführlich vernommen worden. Im März erklärte die Staatsanwaltschaft, der ICE sei nicht auf dem üblichen Gleis gefahren, die Techniker seien darüber aber nicht informiert worden. Mehrfache MZ-Anfragen, wer dafür verantwortlich sei, ließ die Staatsanwaltschaft bisher unbeantwortet.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung (ots)

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