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Leverkusens Sportdirektor Völler sieht schon Platz 3 und 4 wie einen Titelgewinn

Archivmeldung vom 22.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Logo der Fußball-Bundesliga seit 2010
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Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler glaubt wieder an einen Zweikampf von Borussia Dortmund und Bayern München um die deutsche Fußball-Meisterschaft. "Dazu muss man sicher kein Experte sein", sagte Völler beim "Fußballgipfel" der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Er sieht die Champions League als großen Anreiz für die anderen Klubs. "Der dritte und vierte Platz sind wie ein Titelgewinn", so Völler. Einen dieser Ränge strebe sein Klub an, denn "um Meister zu werden, muss beim eigenen Verein ganz, ganz viel laufen und bei Bayern ganz, ganz viel nicht".

Völlers Mönchengladbacher Kollege Max Eberl strebt trotz der Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation lediglich "einen einstelligen Platz in der Tabelle an. Vergangenes Jahr sind wir in die Spitzengruppe reingerutscht und haben unsere Chance genutzt. Ohne Marco Reus wird es jetzt ein anderes Spiel", sagte Eberl.

Norbert Meier, Trainer des Aufsteigers Fortuna Düsseldorf, geht die Saison gern als Außenseiter an. "In den Umfragen sind wir der erste Absteiger. Wir haben keine Chance, die müssen wir nutzen", sagte er der Zeitung, "wir müssen Rückschläge wegstecken und Selbstvertrauen bewahren."

Sky Experten erwarten schwere Zeiten für den HSV

Die wichtigsten Stimmen zum Hamburger SV aus dem ersten Teil der großen Sky Bundesliga Prognose.

Sky Experte Stefan Effenberg über die HSV-Transfers: "Sie haben Typen verloren, die Gesichter des Vereins - und keine dazubekommen. Thorsten Fink hat es unglaublich schwer, weil die Qualität fehlt. Mir tut das auch weh, wenn Hamburg so abstürzt. Aber ich denke, es wird genauso schwer wie letzte Saison. Das Pokal-Aus war ein katastrophaler Start."

Sky Experte Lothar Matthäus über die Probleme beim HSV: "Die Vergangenheit. Die Mannschaft glaubt nicht mehr an sich. Die Fans zweifeln an der Mannschaft. Ich muss auch sagen, ich bin mit der Transferpolitik nicht einverstanden. Man hat mit Adler einen Torwart geholt, der viel Gehalt kostet. Man hatte mit Drobny einen Keeper, der gut ist. Da investiert man das Geld eher an einer anderen Stelle. Wenn man schon wirtschaftliche Probleme hat, muss man mit seinem Geld anders umgehen."

Sky Experte Franz Beckenbauer über das schlechte Gefühl Uwe Seelers: "Du fängst oben in der Tabelle an und suchst Hamburg und musst immer weiter unten suchen, das kann nicht sein. Ich leide, aber am meisten leidet natürlich Uwe Seeler. Er meint, er hat kein gutes Gefühl. Ich möchte mich dem nicht anschließen, aber ich glaube, mir bleibt keine andere Wahl. Ich hoffe, dass es nicht mehr so schlecht wird wie letztes Jahr, aber ich glaube, ich täusche mich."

Sky Experte Jens Lehmann über die Hamburger Chancen: "Ich finde, Hamburg ist ein perfektes Umfeld. Schöne Stadt, viele Fans. Allein die Tatsache, dass alle sie so abschreiben - das haben wir bei H96 vor zwei Jahren gesehen, die sind auch im Pokal raus und haben dann die beste Saison ihrer Geschichte gespielt - das sollte Mut machen."

Sky Experte Stefan Effenberg...

...über die mögliche Verpflichtung von Javi Martinez: "Du löst vielleicht ein Problem im defensiven Mittelfeld oder in der Innenverteidigung, aber du kreierst neue. Du verpflichtest Martinez, aber du hast noch vier andere Leute im defensiven Mittelfeld, die auch den Anspruch haben, zu spielen. Ich spreche von Schweinsteiger, Kroos, Gustavo und Tymoshchuk. Und das ist eine große Gefahr bei Bayern München, denn das Umfeld ist furchtbar schwierig. Wenn da Probleme entstehen, wird es laut bei den Bayern und dann werden sie auch nicht mehr den Fußball spielen, den sie können."

...über das Hoffenheimer Pokal-Debakel: "Natürlich darfst du eigentlich nicht verlieren, aber du kannst mal 1:0 verlieren. Durch abgefälscht oder Freistoß in der letzten Minute. Das tut auch weh, da kriegst du auch Schläge in der Öffentlichkeit. Aber 4:0, das hat andere Gründe. Das ist eine Frage des Charakters. Wenn du 1:0 hinten liegst, das 2:0 kriegst, und dann keine Antwort parat hast in den Zweikämpfen, dann ist es eine Frage des Charakters."

...über die Verpflichtung von Matthias Sammer als FCB-Sportdirektor: "Der FC Bayern braucht einen, der vor die Kamera tritt, wo man nicht die Lautstärke ausdreht, sondern genau zuhört: Was sagt dieser Mensch? Genau das hat dem FC Bayern zuletzt gefehlt."

...auf die Frage, ob die Bayern ein Führungsproblem hätten: "Das glaube ich nicht. Das hat sich herauskristallisiert. Es hat sich gezeigt, dass Philipp Lahm und Schweinsteiger da reingewachsen sind. Und letztes Jahr ist ein ganz wichtiger dazugekommen: Manuel Neuer. Der kann das auch erfüllen. Es ist nicht mehr wie in unserer Zeit, wo es eine klare Hierarchie gab, es ist etwas verschwommener geworden."

...über den VfL Wolfsburg, bei dem Felix Magath erneut zahlreiche Transfers tätigte: "Wolfsburg ist eine Wundertüte. Das kann positiv enden, kann aber genauso böse ausgehen."

Sky Experte Lothar Matthäus...

...über die neue Führungsriege der Bayern: "Es ist wahnsinniges Explosionsmaterial da zwischen Sammer und Hoeneß oder Sammer und Heynckes. Sie müssen sich erst finden."

...über die Transferpolitik beim FC Bayern: "Man muss über die Transferpolitik nachdenken. Man hat für Martinez und davor für Gustavo und Tymoshchuk insgesamt 70 Millionen Euro ausgegeben. Wenn ich eine Nummer sechs hole, wie vor eineinhalb Jahren Luis Gustavo für 15 Millionen von Hoffenheim und ihm nicht das Vertrauen gebe und dann den Nächsten hole, dann muss man darüber mal nachdenken."

...über Champions-League-Anwärter Gladbach: "Ich traue der Borussia auch in dieser Saison zu, um die Champions-League-Plätze mitzuspielen."

Sky Experte Jens Lehmann...

...über Bastian Schweinsteiger: "Ich sehe ihn nicht als Sechser. Er ist keiner, der ein Spiel defensiv gut lesen kann. So einer ist Martinez. Wenn der Transfer klappt, ist es super."

...über mögliche Probleme beim FC Bayern: "Als Spieler kann man immer zu Uli Hoeneß gehen und sich beschweren, oder zu Karl-Heinz Rummenigge, und jetzt auch noch zu Matthias Sammer. Ich glaube, es wäre besser, wenn es da nur einen geben würde."

...über die Hoffenheimer Pokal-Blamage: "Wenn ein Bundesligist im Pokal gegen einen Viertligisten ausscheidet, heißt das entweder, sie waren total kaputt oder sie hatten keine taktischen Mittel. Und das wäre natürlich schlimm."

...über Aufsteiger Düsseldorf: "Fortuna Düsseldorf hat der Bundesliga gefehlt. Tolles Umfeld, tolles Stadion. Aber sie wissen, dass es vom ersten Tag gegen den Abstieg geht. Ob es am Ende reicht, bei 18 Neueinkäufen für zwei Millionen? Es wird ganz, ganz eng."

Sky Experte Franz Beckenbauer...

...über einen möglichen Nachfolger für Jupp Heynckes beim FC Bayern: "Wenn sie clever sind, werden sie erst in der Rückrunde darüber sprechen, denn dann hat man Zeit und Ruhe. Der FC Bayern wird sich eines Tages mit dem Thema beschäftigen müssen. Jupp Heynckes ist jetzt 67, er wird auch irgendwann mal sagen: So, jetzt reicht's. Dann muss der FC Bayern natürlich jemanden aus dem Hut zaubern - oder besser vorher schon mit jemandem sprechen. Ich glaube, dass Favre sicherlich in der engeren Auswahl ist."

...über Aufsteiger Greuther Fürth: "Normalerweise ist es so, dass sich der Aufsteiger wieder mit dem Abstieg beschäftigen muss. Sie sollten sich den FC Augsburg als Vorbild nehmen. Wenn sie den gleichen Weg gehen, bleiben sie drin."

Sky Experte Ottmar Hitzfeld...

...auf die Frage, ob sich der FC Bayern mit Javi Martinez den Erfolg zurückkaufen wolle: "Den Erfolg zurückkaufen ist vielleicht zu viel. Sie haben sich das Geld selbst verdient, sind einer der reichsten Klubs der Welt. Also können sie das Geld ausgeben. Wenn ich mir die Scheichs anschaue, bei Manchester City etwa, die können mal 100 Millionen ausgeben. Das ist bei Bayern nicht so."

...über den neuen FCB-Sportdirektor Matthias Sammer: "Ich sehe ein Problem, wenn Matthias Sammer nach dem Spiel direkt Interviews gibt. Er ist ein Hitzkopf, er ist jähzornig. Er kann nicht verlieren, was aber auch gut ist, denn braucht jemanden, der Klartext redet. Aber wenn es nicht gut läuft, wird es krachen. Matthias Sammer muss das dosieren. Er muss das im Griff haben, darf nicht zu viel eingreifen."

Quelle: Rheinische Post (ots) / Sky

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