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Sportrechtler kritisiert Pauschal-Sperre gegen Russland

Archivmeldung vom 16.12.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.12.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Symbolbild
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Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Der Weinheimer Sportrechtler Michael Lehner hat die pauschale Sperre gegen Russlands Athleten druch die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada kritisiert. "Aus meiner Sicht ist diese Entscheidung ziemlich heiß. Das ist nichts Halbes und nichts Ganzes", sagte Lehner dem "Mannheimer Morgen" (Dienstagsausgabe).

Er sei gespannt, was der Sportgerichtshof CAS dazu sage, so Lehner. Der Jurist hätte es als geschickter empfunden, "Russland mit der harten Androhung einer kompletten Sperre" zu belegen. Die jetzige Vier-Jahres-Sperre sei "in die Vergangenheit gerichtet", ändere nichts an den Vergehen und führe auch nicht zu einer Verhaltensänderung. Als Lösung schlägt Lehner vor, Russland komplett die Kontrollhoheit zu entziehen. Alle Dopingproben sollten für die nächsten vier Jahre unter neutraler Kontrolle genommen und zum Beispiel in Köln analysiert werden. "So würde ich auch den Athleten gerecht werden", sagte Lehner. Dass Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew von einer antirussischen Hysterie und einer Kampagne gegen sein Land gesprochen habe versteht Lehner durchaus: "Das ist natürlich schon ein bisschen einfach formuliert. Aber es ist durchaus etwas dran, denn gedopt wird nicht nur in Russland. Der Weltsport ist noch immer durchseucht."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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