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Happy end für Stephan Leyhe bei Olympia

Archivmeldung vom 19.02.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.02.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Alpensia Jumping Park
Alpensia Jumping Park

Foto: FlickreviewR
Lizenz: CC BY-SA 2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Jubel in PyeongChang, Willingen und ganz besonders Schwalefeld: Stephan Leyhe hat sich im letzten Training für das Quartett des Deutschen Skiverbandes mit Karl Geiger, Richard Freitag und Andreas Wellinger für das olympische Teamspringen qualifiziert und kommt am Montag zu einem ersten echten Olympia-Einsatz.

Bundestrainer Werner Schuster schenkte dem 26-jährigen nach konstanten Trainingsleistungen an allen Tagen das Vertrauen, nachdem Stephan diese auch am Sonntag mit 138 m, 131 m und wieder 131 m mit einer Luke weniger bestätigte. Es gingen dabei nur noch wenige Springer an den Start, dabei qualifizierte sich Gregor Schlierenzauer für das ÖSV-Team.

FIS-Sprungrichter Erik Stahlhut saß während des Trainings im Kampfrichterturm und hatte dabei schon ein gutes Gefühl: „Der erste Sprung war super, der zweite nicht ganz so. Der dritte wieder ein guter Flug ohne Windunterstützung und eine Luke tiefer. Wir werden sehen ob es reicht!“ Dann entdeckte das SCW-Mitglied als erster die Startliste in der Olympia App mit dem Namen Leyhe und informierte sofort ins Waldecker Upland, wo alle die Daumen gedrückt und mit Spannung auf die Entscheidung gewartet hatten.

„Stephan springt im Team!“ verbreitete sich die Meldung wie im Fluge. „Das hat er sich mit seinen beständig guten Trainingsergebnissen auch wirklich verdient. Jetzt heißt es Daumendrücken für morgen. Dann spielen die verpassten Einzelstarts keine Rolle mehr“, freute sich Jochen Behle in München, wo er für „Eurosport“ Langlauf kommentiert. „Er springt sehr stabil, hat keine Ausreißer und aus unserer Sicht gute Sprünge gezeigt“, sagte Werner Schuster. Es sei aber eine knappe Entscheidung gewesen.

Und während der Übertragungen vom Training auf dem EUROSPORPlayer hatten Sven Hannawald und Martin Schmitt schon auf Leyhe gesetzt, sogar vermutet, dass sich Werner Schuster schon vor der im Alleingang angesetzten Quali entschieden hatte und wohl nur noch eine Bestätigung suchte. Denn anders als die Nachrichtenagenturen angekündigt hatte, kam es nicht mehr zum Showdown zwischen Leyhe und Markus Eisenbichler, der wie das Trio Wellinger, Freitag und Geiger nach der Siegerehrung für den zweifachen Medaillengewinner Wellinger nicht mehr zum Training antrat.

Die 138 m im ersten Versuch hatten die Eurosport-Experten schon überzeugt, nach den beiden nächsten kamen doch wieder leichte Zweifel auf. „Stephan hat wie immer in diesen Tagen stark begonnen, dann aber wieder etwas abgebaut“, meinte Schmitt, doch er, Hanni und auch Matze Bielek freuten sich mit und über den Willinger der jetzt sogar eine Medaillenchance mit der Mannschaft hat. Ende gut, alles gut?

Stephan Leyhe: „ Ich war erst einmal ganz froh, dass ich noch einmal trainieren konnte. Denn sonst wäre es ziemlich lang bis Lahti nächste Woche (lacht!!!!). Ich habe drei ordentliche Sprünge gemacht. Der erste war sehr gut, die beiden nächsten hatten kleine Fehler. Aber ich fühle mich einfach wohl auf dieser Schanze. Ja ich freue mich jetzt riesig darüber, wie die Entscheidung ausgefallen ist und hab dann doch noch ein glückliches Ende!“

Der Teamwettbewerb der Skispringer ist ohnehin die große Chance für Außenseiter, einmal olympisches Gold zu gewinnen. Stephan Hocke, Marinus Kraus und Andreas Wank können nach den Olympiasiegen der DSV-Adler 2002 in Salt Lake City und 2014 in Sotchi bestens davon berichten. Die eher unbekannten deutschen Skispringer haben damit Flug-Größen wie Janne Ahonen oder Noriaki Kasai einen großen und bedeutenden Titel voraus.

Obwohl vier Athleten beim Teamwettbewerb je zweimal springen und am Ende insgesamt etwa 1.000 Meter pro Quartett zusammenkommen, kann manchmal die Winzigkeit von 5,55 Zentimetern entscheiden: so wie vor 16 Jahren in Salt Lake City, als Schlußspringer Martin Schmitt die DSV-Adler um 0,1 Punkte vor Finnland um Top-Athlet Ahonen hielt. Es war der einzige Olympiasieg der Generation um Sven Hannawald und Schmitt.

Auch im Weltcup und bei Weltmeisterschaften ist das Teamspringen fest etabliert. Bei der Nordischen WM findet sogar ein Mixed mit zwei Männern und zwei Frauen statt, bei den nächsten Titelkämpfen 2019 in Seefeld dürfen auch die Frauen erstmals einen eigenen Teamwettbewerb austragen.

Quelle: SC Willingen - Dieter Schütz

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Bild: Erwin Lorenzen / pixelio.de
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