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Hendricks will mehr Kinderlärm zulassen

Archivmeldung vom 30.10.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.10.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Barbara Hendricks Bild:  U.S. Army Europe Images, on Flickr CC BY-SA 2.0
Barbara Hendricks Bild: U.S. Army Europe Images, on Flickr CC BY-SA 2.0

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) will Anwohnerklagen gegen laute Kinderstimmen künftig zusätzlich erschweren. Das geht aus einem Positionspapier ihres Ministeriums hervor, das der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" vorliegt.

Demnach soll künftig auch Kinderlärm, der von Sportstätten ausgeht, rechtlich privilegiert werden. "Vereinssport von Kindern soll unter anderem in den Ruhezeiten, etwa an Sonn- und Feiertagen zwischen 13 und 15 Uhr, uneingeschränkt stattfinden können", heißt es in dem Papier. "Kinderlärm" gehöre zum Leben, und sei kein Lärm, der nach dem Immissionsschutzrecht beurteilt werden sollte, schreibt das Ressort der Ministerin. Hendricks will das Papier heute bei der Bauministerkonferenz von Bund und Ländern in Dresden vorstellen.

Bereits 2011 hatte sich der damalige Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) für eine Regelung eingesetzt, wonach Kinderlärm, der von Kitas und Spielplätzen kommt, rechtlich privilegiert wird. Der Bundestag verabschiedete das Gesetz damals mit großer Mehrheit. Hendricks will das Gesetz nun auf Sportstätten ausweiten.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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