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Bundesverkehrsminister: Selbstfahrende Autos setzen sich in weniger als zehn Jahren durch

Archivmeldung vom 28.01.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.01.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Googles Roboter-Auto im März 2011.
Googles Roboter-Auto im März 2011.

Foto: Mariordo
Lizenz: CC BY-SA 2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) erwartet, dass sich schon in weniger als zehn Jahren selbstfahrende Autos durchsetzen werden. Das erklärte er in einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Dobrindt: "Wir müssen zunächst die rechtlichen Voraussetzungen für teil- und vollautonomes Fahren schaffen." Zum Beispiel sei die Haftungsfrage derzeit ungeklärt. Von diesem Mittwoch an wird auch der Deutsche Verkehrsgerichtstag dieses Thema erörtern.

Minister Dobrindt wies darauf hin, dass es in seinem Ressort einen Runden Tisch von Wissenschaftlern und Industrievertretern gebe, um die wichtigsten Fragen zu klären. "Das Auto der Zukunft wird sehr viel näher an einem Tablet auf Rädern sein, als an einem Auto mit Netzanschluss", sagte der Politiker. In der Digitalisierung stecke das "Fortschritts-Gen für neue Produkte". Das hätten die deutschen Autobauer längst erkannt. Ihre Produkte seien heute schon Weltspitze. "Beim automatisierten Fahren soll das so bleiben", betonte Dobrindt. Die letzte Entscheidung im Auto treffe allerdings der Fahrer selbst - und das werde auch so bleiben. Technische Innovationen könnten aber helfen, zum Beispiel beim Stop-and-go im Stau oder bei Bremsmanövern. Automatisierte Fahrsysteme übernehmen laut Bundesverkehrsministerium in speziellen Situationen oder für einen begrenzten Zeitraum ganz oder teilweise die Fahraufgabe. Dies gelte sowohl für das Lenken als auch für das Beschleunigen und Bremsen des Fahrzeugs.

Umfrage: Mehrheit der Autofahrer in Deutschland lehnt Autonomes Fahren ab

Die Autoindustrie arbeitet unter Hochdruck an selbstfahrenden Fahrzeugen. Jüngst zählte die neue Technik auf der CES in Las Vegas zu den Messe-Highlights. Auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt plant inzwischen, auf der A9 eine Teststrecke für Autonomes Fahren einzurichten. Doch die überwiegende Mehrheit (62 Prozent) der Autofahrer in Deutschland ist nicht bereit, das Fahren einem Computer zu überlassen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der AUTO ZEITUNG (Heft 4/2015) unter 580 Lesern und Usern auf www.autozeitung.de. Lediglich 27 Prozent der Befragten sind bereit, sich und ihre Familie der neuen Technik anzuvertrauen. Elf Prozent können sich derzeit noch keine Meinung zum Thema Autonomes Fahren bilden.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung / AUTO ZEITUNG (ots)

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