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Gabriel: Beck ist natürlicher Kanzlerkandidat der SPD

Archivmeldung vom 20.10.2007

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.10.2007 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat sich für eine Kanzlerkandidatur von SPD-Chef Kurt Beck ausgesprochen. Beck sei der "natürliche Kandidat", sagte Gabriel dem "Tagesspiegel am Sonntag".

Zur Begründung verwies er auf Becks Wahlerfolge in Rheinland-Pfalz. Auch tue es der SPD gut, "wenn Kanzlerkandidatur und Parteivorsitz in einer Hand liegen".
Spekulationen in der SPD, er setze auf eine Niederlage Becks, um 2013 selbst als Kanzlerkandidat der SPD antreten zu könne, wies Gabriel entschieden zurück. "Wenn es stimmte, müsste ich meine politische Arbeit in der Bundesregierung und in der SPD einstellen und könnte auf dem Parteitag nicht für den Vorstand kandidieren. Wer so agiert, wie Sie unterstellen, wäre schlicht ein Charakterschwein und damit ungeeignet für Führungsaufgaben in der SPD und in der Bundesregierung."

Die SPD muss nach Meinung von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel die Interessen der Arbeitnehmer "wieder sichtbarer" vertreten. "Das gilt gerade in einer großen Koalition", sagte der SPD-Politiker in einem Interview mit dem Tagesspiegel am Sonntag. Die SPD sei in den Augen der Wähler "schleichend zu einer Art Staatspartei" geworden. "So eine Partei gerät in Gefahr, von ihrer Kernwählerschaft nicht mehr erkannt zu werden." Zugleich warnte Gabriel die SPD davor, hinter die Reformen der Agenda 2010 zurückfallen. "Es gibt auch in meiner Partei welche, die hoffen darauf, die Reformen zu schleifen." Wer aber die Reformen der Agenda 2010 komplett zurückdrehen wolle, der gefährde die Grundlagen des Wirtschaftsaufschwungs und verstoße gegen die Interessen der Arbeitnehmer. "Deshalb darf es kein Zurück geben, etwa hinter Hartz IV", sagte Gabriel. Forderungen aus seiner Partei, das Schonvermögen für Hartz-IV-Empfänger zu erhöhen, erteilte er eine Absage: "Die bestehenden Regelungen sind weit besser als oft behauptet wird und müssen nicht verändert werden." Das Schonvermögen sichere schon heute "dem Alter entsprechend die Ersparnisse und auch das Wohneigentum".

Quelle: Pressemitteilung Der Tagesspiegel

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