SPD kritisiert Merz' "heftige Attacken gegen unseren Sozialstaat"
Die SPD hat sich irritiert gezeigt von jüngsten Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). "Merz' heftige Attacken gegen unseren Sozialstaat passen nicht zu den sachlichen Gesprächen der Koalitionsfraktionen gerade in Würzburg", sagte Parlamentsgeschäftsführer Johannes Fechner dem "Tagesspiegel" (Sonntagausgabe) mit Blick auf die vorangegangene Klausurtagung.
Dort war nach den tiefgreifenden Unstimmigkeiten rund um die verschobene
Richterwahl im Juli erst am Freitag ein neuer koalitionärer "Geist von
Würzburg" beschworen worden. "Auch wir in der SPD sehen
sozialpolitischen Reformbedarf, aber in Würzburg haben wir uns
gegenseitig zugesichert, nicht die schnelle Schlagzeile zu suchen,
sondern die anstehenden Sozialreformen sachlich miteinander zu beraten",
sagte Fechner. "Es wäre gut, auch der Kanzler nähme sich diese
Abmachung zu Herzen."
Merz, der schon vor einer Woche die
Sozialsysteme als "unbezahlbar" bezeichnet hatte, hatte am Samstag nun
aber auf dem Parteitag seines nordrhein-westfälischen Landesverbandes
gesagt, Deutschland lebe schon zu lange über seine Verhältnisse.
Quelle: dts Nachrichtenagentur