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Merkel kündigt System zum Freitesten für den März an

Archivmeldung vom 24.02.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.02.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Labor (Symbolbild)
Labor (Symbolbild)

Bild: Michael Bührke / pixelio.de

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält Lockerungen der Corona-Maßnahmen nur mit vermehrten Testungen für möglich. Ein System dazu soll im März funktionsfähig sein, sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Merkel weiter: "Eine intelligente Öffnungsstrategie ist mit umfassenden Schnelltests, gleichsam als Freitesten, untrennbar verbunden." Damit das gelinge, müssten noch offene Fragen geklärt und das ganze Vorgehen am 3. März mit den Ministerpräsidenten beraten werden, sagte die Kanzlerin. "Wie lange es dann dauert, bis ein solches System installiert ist, kann ich auf den Tag genau noch nicht sagen. Es wird aber im März sein."

Sie werde mit den Ministerpräsidenten bei ihrem nächsten Treffen am kommenden Mittwoch besprechen, "ob wir mit einer deutlich größeren Zahl von Schnelltests einen Puffer schaffen können". Grundsätzlich könne ein Schnelltest zeigen, "dass jemand an genau dem Tag nicht infiziert ist, oder umgekehrt dass jemand, obwohl noch symptomlos, bereits infiziert und auch ansteckend ist", sagte die Kanzlerin der FAZ. Alle Menschen mit Symptomen sollten ohnehin mit einem PCR-Test getestet werden.

"Ein solches umfassendes Testen wäre für die Gesundheitsämter sehr wichtig", mahnte Merkel. Eine große Hilfe wäre es auch, wenn noch mehr Menschen die Corona Warn-App aktiv nutzten. Merkel verteidigte die Inzidenzen von 35 und 50 Neuinfektionen in sieben Tagen auf 100.000 Einwohner als Maßstab für die Corona-Maßnahmen. "Manche Ämter sagen, dass sie auch bei einer Inzidenz von 80 noch gut nachverfolgen können", sagte die Kanzlerin. In der Praxis dürfte es dann aber keinen Anstieg der Infektionszahlen mehr geben. "Ich sehe wenige Beispiele dafür, dass das gelingt." Ab einer bestimmten Zahl von Fällen könne die Nachverfolgung nicht rechtzeitig gelingen. "Bei so hohen Inzidenzen wissen die meisten Menschen nicht mehr, wo sie sich angesteckt haben könnten, das Infektionsgeschehen ist dann diffus - da helfen auch doppelt so viele oder mehr Mitarbeiter in den Gesundheitsämtern nicht."

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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