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KMK-Präsident fordert klare Linie bei Lehrer-WhatsApp-Nutzung

Archivmeldung vom 19.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de
Bild: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Der Präsident der Kultusministerkonferenz, der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU), fordert eine klare Linie bei der Nutzung von WhatsApp und ähnlichen Nachrichtendiensten durch Lehrer.

"Klar ist in jeden Fall, dass über WhatsApp oder andere Messenger-Dienste Lehrkräfte oder sonstige an den Schulen tätige Personen keine personenbezogenen Daten ausgetauscht werden dürfen", sagte Lorz den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Das treffe insbesondere auf sensible Daten wie zum Beispiel Krankmeldung zu. "Aber auch Daten und Informationen, die unterrichts- und notenrelevant sein könnten, dürfen nicht ausgetauscht werden. Zu diesen Daten zählen auch Benotungen oder Hinweise zu Hausaufgaben", sagte Lorz. Eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur hatte ergeben, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Nutzung von WhatsApp zwischen Lehrern und Eltern in den Bundesländern sehr unterschiedlich ausfallen.

Lorz verteidigt die bestehende n Unterschiede: "In einem föderalen System können gewisse Sachverhalte durchaus unterschiedlich geregelt werden", sagte der Ende Januar zum KMK-Präsidenten gewählte hessische Kultusminister. Kritik kommt aus der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). "Bei der Nutzung von WhatsApp bewegt man sich in einer rechtlichen Grauzone", sagte Ilka Hoffmann, zuständig für den Organisationsbereich Schule im GEW-Vorstand, den Funke-Zeitungen. "Wenn man einen Digitalpakt möchte, dann muss man auch Fragen der Rechtssicherheit und des Datenschutzes beantworten können", so Hoffmann. Daher fordert die GEW einen Runden Tisch, "sodass künftig nicht nur reaktiv, sondern aktiv die Digitalisierung in den Schulen begleitet werden kann", sagte Hoffmann.

An diesem Runden Tisch sollten Kommunen und die Landesregierungen zusammenkommen, um sich mit Themen "wie einer adäquaten Beratung für Cybermobbing oder eben für Datenschutz" zu beschäftigen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, sagte Hoffmann. Der Vorsitzende des Deutschen Lehrerverbandes (DL), Heinz-Peter Meidinger, bezweifelt, dass Vorschläge eines solchen Runden Tisches in die Realität umgesetzt werden können. Er fordert stattdessen Online-Portale für Lehrer und Eltern: "In solchen Elternportalen findet die Kommunikation unter Aufsicht der Schulen in einem passwortgeschützten Bereich statt. Da wären eigentlich die Bundesländer in der Pflicht. Aber genauso wie bei landesweiten Lernplattformen und Schoolclouds hinken sie auch da hinterher", sagte Meidinger den Funke-Zeitungen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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