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Neuer Ärzte-Chef Gassen kündigt Widerstand gegen gesetzliche Termingarantie an

Archivmeldung vom 01.03.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.03.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Doris Oppertshäuser
Bild: GG-Berlin / pixelio.de
Bild: GG-Berlin / pixelio.de

Der neue Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hat Widerstand gegen die geplante gesetzliche Termingarantie beim Arzt angekündigt. "Das Termin-Management ist eine ureigene ärztliche Aufgabe", sagte Gassen der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". "Das muss in ärztlicher Hand bleiben", sagte er.

Die Dringlichkeit eines Termins müsse ärztlich definiert bleiben. Ein Gesetz ist da nicht sinnvoll. Zudem sei das Problem auch nicht so groß, wie es in der Öffentlichkeit gemacht würde. Gassen kündigte an, dass die Ärzte ihrerseits einen Vorschlag machen würden, wie das Termin-Management verbessert werden könne. Gassen warnte zugleich vor den Folgen einer gesetzlichen Termingarantie. Denn dann müsse es "im Umkehrschluss" eine Entschädigung für den Arzt geben, wenn der Patient den Termin nicht wahrnehme.

Gassen ist am Freitag zum neuen KBV-Chef gewählt worden. Er kündigte auch an, dass er die zuletzt zerrissene KBV wieder einen und ihr nach außen Schlagkraft verleihen wolle, insbesondere gegenüber der Politik und gegenüber der Krankenkassen.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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