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ADAC-Präsident fordert mehr Geld für die Sanierung von Autobahnen und Brücken

Archivmeldung vom 04.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Marcus Walter / pixelio.de
Bild: Marcus Walter / pixelio.de

ADAC-Präsident August Markl fordert mehr Geld für die Sanierung von Autobahnen und Brücken. Die Einnahmen aus der umstrittenen Pkw-Maut wären vermutlich "nur ein Tropfen auf den heißen Stein", sagte Markl in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" und verwies auf entsprechende Expertenaussagen. Neben der Sanierung und dem Erhalt des Autobahnnetzes müsse der Fokus vor allem auf die Engpassbeseitigung gelegt werden, forderte Markl. "Außerdem sollte der Fernstraßenetat dauerhaft auf etwa acht Milliarden Euro erhöht werden", sagte er. Andernfalls werde sich "die Stausituation auf den deutschen Autobahnen weiter dramatisch verschärfen", warnte der ADAC-Präsident. Man müsse kein Prophet sein, um dies zu erkennen.

Mit Blick auf die nach dem Skandaljahr 2014 gestartete "Reform für Vertrauen" sieht Markl den ADAC auf gutem Kurs. "Wir haben einen umfassenden Kulturwandel begonnen", sagte Markl und verwies auf neue Compliance-Richtlinien, ein neues Leitbild sowie einen neuen Vertriebskodex. "Im Moment führen wir in der Zentrale ein 360°-Feedback-System ein. Wir wissen aber auch, dass ein Kulturwandel eine Aufgabe ist, die wir über Jahre vorantreiben müssen", erklärte er. Insgesamt spüre er einen "großen Reformwillen aus allen Ebenen", so Markl. "Ich meine, dass allen klar geworden ist, dass wir das nur miteinander schaffen. Nur so ist gewährleistet, dass wir diese sehr ambitionierte Reform erfolgreich umsetzen können."

Auch ihn persönlich habe die Krise des ADAC verändert, sagte Markl. "So eine Krise erzieht aber auch zur Demut. Man hinterfragt sich viel öfter: Ist das alles richtig, was wir machen, was ich mache? Und das ist auch ganz gut so."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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