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CDU-Sozialpolitiker Laumann verteidigt Mindestlohn gegen Kritik aus eigenen Reihen

Archivmeldung vom 29.06.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.06.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Karl-Josef Laumann Bild: Techniker Krankenkasse, on Flickr CC BY-SA 2.0
Karl-Josef Laumann Bild: Techniker Krankenkasse, on Flickr CC BY-SA 2.0

Der Vorsitzende der Arbeitnehmerorganisation der CDU, Karl-Josef Laumann, hat die Einführung des Mindestlohns gegenüber Kritik aus eigenen Reihen verteidigt. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte der Staatssekretär, er könne die Kritik am Mindestlohn seitens des CDU-Wirtschaftsrates "nicht verstehen".

Das Gremium hatte die Einführung des Mindestlohns als Fehler kritisiert und vor einem Überbietungswettbewerb gewarnt. Laumann wies das energisch zurück: "Das hat nichts mit den Fakten zu tun. Wir haben die höchste Erwerbstätigenquote seit der Wiedervereinigung, wir haben rund 43 Millionen Erwerbstätige. Die Einführung des Mindestlohns hat uns ganz offensichtlich keine Jobs gekostet. Wie kann dann der Wirtschaftsrat der CDU sagen, die Entscheidung für den Mindestlohn sei eine ganz große Sünde gewesen?"

Tatsächlich habe der Mindestlohn "vielen Menschen zu mehr Gehalt verholfen", betonte Laumann, der lange Zeit Sozialminister in Nordrhein-Westfalen war. Zugleich habe die Lohnuntergrenze dazu geführt, dass "die Bedeutung der 450-Euro-Verträge etwas zurückgegangen" sei. "Auch die CDU wollte ohne Wenn und Aber den Mindestlohn", erinnerte Laumann. Auch welche Berufe vom Mindestlohn profitierten, müsse man bedenken, so Laumann: "Da sind Jobs darunter, die unseren ganzen Respekt verdienen, die zum Teil richtig hart sind, auch körperlich. Diese Menschen verdienen den Mindestlohn", sagte der CDU-Politiker. "Und wenn dadurch das eine oder andere Produkt minimal teurer wird: Das muss es uns einfach wert sein."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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