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Magazin: CSU-Chef Seehofer will Söder als Nachfolger verhindern

Archivmeldung vom 05.03.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.03.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Horst Seehofer Bild: Metropolico.org, on Flickr CC BY-SA 2.0
Horst Seehofer Bild: Metropolico.org, on Flickr CC BY-SA 2.0

In der CSU spitzt sich offenbar der Machtkampf zwischen Parteichef Horst Seehofer und dem bayerischen Finanzminister Markus Söder zu: In der Partei hieß es einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zufolge von mehreren Seiten, Seehofer sei entschlossen, den Aufstieg Söders zum Parteichef zu verhindern.

Der CSU-Chef habe deswegen eine neue Idee ersonnen: Danach soll es auf dem nächsten Parteitag Ende des Jahres eine außerplanmäßige Wahl des Parteivorsitzenden geben, bei der sich Seehofer noch einmal für zwei Jahre im Amt bestätigen lassen will. Ursprünglich war es Seehofers Plan, sein Amt bei der nächsten regulären Wahl Ende 2017 abzugeben.

Aus Sicht des Parteichefs habe dies allerdings mehrere Nachteile, schreibt der "Spiegel" weiter. Zum einen würde das Gerangel um seine Nachfolge mitten in den Bundestagswahlkampf 2017 fallen. Und falls er Söders Aufstieg nicht verhindern könnte, hätte er dann einen Finanzminister am Kabinettstisch sitzen, der mit der Macht des Parteichefs die Richtlinien der Politik bestimmen würde. Eine endgültige Entscheidung über den Plan soll erst fallen, wenn der weitere Verlauf der Flüchtlingskrise absehbar sei.

Sollte der Streit mit der CDU weiter eskalieren, sei Seehofer entschlossen, bis 2018 Parteichef zu bleiben. In Seehofers Umfeld hieß es dem Magazin zufolge, Söder habe sich zuletzt mehrere "Fouls" geleistet. So habe er in der Flüchtlingskrise ohne Abstimmung mit den Parteichefs eine "Generalaussprache" der Vorstände von CDU und CSU gefordert.

In der CSU wird der Streit zwischen Söder und Seehofer mit zunehmender Sorge beobachtet. Der CSU-Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber fürchtet, dass sich eine Eskalation kaum noch vermeiden lässt und Söder eine Kampfabstimmung auf dem CSU-Parteitag ansteuert, sollte Seehofer nicht freiwillig weichen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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