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Auch Grünen-Fraktionschefin Göring-Eckardt auf Monsanto-Liste

Freigeschaltet am 04.10.2019 um 15:40 durch Andre Ott
Auch Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt (B90/Grüne) auf Monsanto-Liste
Auch Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt (B90/Grüne) auf Monsanto-Liste

Bild: Eigenes Werk /OTT

Auf der Monsanto-Spitzelliste steht mit Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt eine weitere prominente Grünen-Politikerin. Das erfuhr der Tagesspiegel aus der Grünen-Bundestagsfraktion.

Zuvor war bereits bekannt geworden, dass auch Co-Fraktionschef Anton Hofreiter auf der Liste mit Meinungsmachern geführt wird, die die heutige Bayer-Tochter 2017 angelegt hatte, um die erneute Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat auf EU-Ebene durchzusetzen. Hofreiter und Göring-Eckardt werden auf dem Auszug der Liste, der dem Tagesspiegel vorliegt, als Glyphosat-Kritiker geführt. Um die beiden umzustimmen, sollten Bauern mobilisiert werden.

Diese sollten die Fraktionsvorsitzenden anrufen oder anschreiben, um ihre Bedenken gegen ein Verbot von Glyphosat zum Ausdruck zu bringen. "Ich bin erstaunt, mit welch primitiven Mitteln Monsanto Informationen über unliebige Abgeordnete gesammelt hat und versuchte, diese durch Dritte zu beeinflussen", sagte Göring-Eckardt dem Tagesspiegel "Von unserer Seite ist dazu alles gesagt, was zu sagen war", sagte ein Bayer-Sprecher dem Tagesspiegel am Freitag. "Wie bereits im Mai angekündigt, hat die von uns beauftragte Kanzlei alle Personen, die sie auf den Listen identifiziert hat, darüber informiert und ihnen auf Wunsch auch mitgeteilt, mit welchen Angaben sie auf den Listen gespeichert waren.

Die Kanzlei hat keinen Nachweis für die Vorwürfe gefunden, dass dabei persönliche Interessen oder andere sensible Daten dokumentiert wurden oder die Listen illegal gewesen sein könnten." Göring-Eckardt appellierte an Bayer, das Geschäft mit den "hochgiftigen Pestiziden" zu beenden und sich "bei der Agrarwende als konstruktiver Akteur" einzubringen. Von der Bundesregierung forderte die Grüne ein "zeitnahes Glyphosat-Verbot für ein Überleben der geschwächten Insektenvölker und zum Schutz der menschlichen Gesundheit".

Quelle: Der Tagesspiegel (ots)

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