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Corona-Pause beendet: Europaweiter Tierschutz-Protest gegen Subway geht weiter

Archivmeldung vom 20.07.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.07.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: chickenphoto: Animal equality
Bild: chickenphoto: Animal equality

Nach einer Corona-bedingten Pause nehmen jetzt 20 Tierschutzorganisationen aus 14 Ländern ihre Kampagne gegen Subway wieder auf. Zum Neustart rufen sie ab dem 22. Juli eine Woche lang zu verschiedenen Online-Protestaktionen auf, die sich vor allem an die Europa-Spitze von Subway richten.

Das Bündnis unter der Leitung der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt fordert von Subway Europe, Middle East and Africa (EMEA), höhere Tierschutzstandards für Hühner in der Mast zu etablieren. In den USA und in Kanada hat der Konzern bereits 2017 vergleichbaren Standards zugestimmt. Die Veränderungen sind wirtschaftlich zumutbar und würden das Leid von Millionen Tieren reduzieren, argumentieren die Organisationen. Eine entsprechende Petition unterzeichneten seit Dezember 2019 mehr als 167.000 Menschen.

"Wir haben unsere Proteste gegen Subway seit dem Frühjahr ruhen lassen, um niemanden einem erhöhten Infektionsrisiko auszusetzen und um die wirtschaftlich unsichere Situation der Franchisenehmer nicht zu verschärfen. Weil sich die europäische Führungsebene aber nach wie vor nicht rührt, machen wir jetzt wieder öffentlich Druck, erst einmal online. Wir lassen uns nicht abwimmeln und bleiben hartnäckig, denn die Hühner, um die es hier geht, leiden permanent", erklärt Anna-Maria Renner, Kampagnenleiterin bei der Albert Schweitzer Stiftung. Protestaktionen vor einzelnen Subway-Filialen wird es zunächst nicht geben. Zum Franchise-Giganten gehören weltweit mehr als 42.000 Restaurants.

Hintergrund: 30 Organisationen und 300 Unternehmen für mehr Tierschutz

Massive gesundheitliche Probleme durch Überzüchtung, drangvolle Enge und Trostlosigkeit in den Ställen sowie mangelhafte Betäubung vor der Schlachtung gehören zum Alltag in der Massentierhaltung. Rund 30 Tierschutzorganisationen haben sich in der Europäischen Masthuhn-Initiative zusammengeschlossen und neue Kriterien erarbeitet, um zumindest die größten Qualen von Hühnern in der Mast zu lindern. Die Vögel stellen mit Abstand die meisten Individuen unter den jährlich geschlachteten Landtieren - allein in Deutschland sind es mehr als 620 Millionen. Weltweit haben sich bereits mehr als 300 Unternehmen verpflichtet, die Kriterien der Europäischen Masthuhn-Initiative und verwandter Initiativen zu erfüllen.

"Die gesetzlichen Mindeststandards reichen nicht aus, um die Tiere auch nur ansatzweise vor Schmerzen und Leid zu schützen", so Anna-Maria Renner. "Subway EMEA muss deshalb jetzt endlich Verantwortung übernehmen und für mehr Tierschutz in Europa sorgen. Selbst Kentucky Fried Chicken schafft das."

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Quelle: Albert Schweitzer Stiftung f. u. Mitwelt (ots)

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