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Aufgrund der Greenpeace-Urwaldschutzkampagne verzichten Tchibo und Montblanc auf Papier von Asia Pulp and Paper (APP)

Archivmeldung vom 02.11.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.11.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Greenpeace
Bild: Greenpeace

Der indonesische Papierkonzern APP verliert durch seine umweltzerstörende Geschäftspraxis Kunden rund um den Globus. In Deutschland verzichten Tchibo und Montblanc nach Gesprächen mit der unabhängigen Umweltschutzorganisation Greenpeace auf den Kauf von APP-Papier. Die beiden Firmen schließen sich Unilever, Kraft, Lego und weiteren Unternehmen an, die APP bereits aus ihrer Lieferkette ausgeschlossen haben. Der Grund: APP zerstört Regenwälder auf der indonesischen Insel Sumatra für die Produktion von Papier. "Regenwälder sind von unschätzbarem Wert für den Klima- und Artenschutz", sagt Gesche Jürgens, Wald-Expertin von Greenpeace.

Greenpeace fordert von APP und der indonesischen Regierung, die wertvollen Regenwälder dauerhaft zu schützen

"Den indonesischen Regenwald kann man auch in Deutschland schützen, wenn auf bestimmte Papierquellen verzichtet wird", sagt Gesche Jürgens. "Dazu müssen Firmen ihre Lieferketten regelmäßig überprüfen." In Tchibo-Produktverpackungen wurden bei Tests Tropenholz- und Akazienfasern nachgewiesen. Die Tests fanden im Auftrag von Greenpeace in einem auf Papieranalysen spezialisierten Labor statt.

Das Roden der Regenwälder gefährdet Klima und Artenvielfalt

In Indonesien gehen nach Schätzungen der indonesischen Regierung pro Jahr rund eine Million Hektar Regenwald verloren. Vor allem auf Sumatra stehen viele Wälder auf dicken Torfböden, die enorme Mengen Kohlenstoff speichern. Werden diese Torfwälder in Plantagen umgewandelt, entweichen riesige Mengen klimaschädliches CO2. Indonesien gehört durch die massive Zerstörung dieser Wälder zu den weltweit größten CO2-Emittenten. Auch die Artenvielfalt ist akut bedroht. Für Akazien-Plantagen rodet der Papierkonzern APP Wälder, die zu den letzten Rückzugsorten für bedrohte Arten wie den Sumatra-Tiger und den Orang-Utan gehören.

APP gehört weltweit zu den größten Papier- und Zellstoffherstellern und plant weiter zu expandieren. Auf Kosten der Umwelt: APP ist der größte Regenwaldvernichter auf der indonesischen Insel Sumatra.

Greenpeace kämpft seit Jahren für den Schutz der indonesischen Regenwälder. Eine weltweite Kampagne gegen einen APP-Schwesterkonzern verlief erfolgreich. Der Palmölgigant Golden Agri Resources will in Zukunft Regenwälder schützen. Der Konzern hatte aufgrund von Greenpeace-Protesten wichtige Kunden wie Nestlé und Unilever verloren.

Quelle: Greenpeace e.V. (ots)

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