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Bundesregierung: 2018 noch kein Ausstieg aus dem millionenfachen Kükentöten

Archivmeldung vom 27.10.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.10.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Kücken
Kücken

Bild: Thommy Weiss / pixelio.de

Dieses Jahr wird es nichts mehr mit dem Ausstieg aus dem millionenfachen Töten männlicher Küken. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der Grünen-Fraktion hervor, berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung". Demnach wird es nach Einschätzung des Landwirtschaftsministeriums dieses Jahr zwar noch zum ersten Einsatz von Maschinen zur Geschlechtsbestimmung im Ei kommen. Eine branchenweite Umsetzung und der damit verbundene Ausstieg aus dem Kükentöten sei aber erst "bis zur Mitte der Legislaturperiode" Ziel, schreibt Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (CDU).

Bislang werden jedes Jahr mehr als 40 Millionen männliche Küken direkt nach der Geburt vergast, weil sie weder Eier legen noch schnell genug Fleisch ansetzen. Größter Eierproduzent in Deutschland ist Niedersachsen, hier werden die meisten Küken vergast. Noch Ende April hatte Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) im Interview mit der "NOZ" gesagt: "Ich gehe davon aus, dass ab dem 1. Januar 2019 mit dem Kükentöten Schluss ist." Dem ist nun wohl nicht so.

Friedrich-Otto Ripke, Präsident des Zentralverbandes der deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) sagte der "NOZ" zum Zeitfenster des Ausstiegs: "Die Aussage der Bundesregierung ist aus unserer Sicht durchaus realistisch." Die zwei denkbaren Alternativverfahren "werden sicher erst im Jahr 2019 in die Praxisphase übergehen können." Friedrich Ostendorff, agrarpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, konstatierte, dass es mit der aktuellen Bundesregierung beim Tierschutz in Deutschland nicht vorangehe. Das Kükentöten sei "ethisch falsch und nicht tragbar". Bundesministerin Julia Klöckner (Grüne) müsse Förderprogramme auflegen, um kleineren Brütereien bei der Anschaffung der Maschinen zu helfen. Laut Bundesregierung sind bislang knapp fünf Millionen Euro in die Erforschung der Alternativtechniken geflossen.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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