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Elefantendame schlägt mit Rüssel: Erneut schwer verletztes Kind in der Tierschau des Circus Luna

Archivmeldung vom 22.10.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.10.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Elefantendame Benjamin im Circus Luna. Bild: PETA
Elefantendame Benjamin im Circus Luna. Bild: PETA

Schwere Verletzungen hat ein 12-jähriger Junge Anfang Oktober während einer Tierschau des Circus Luna in Burladingen davongetragen. Wie jetzt bekannt wurde, besuchte der Schüler eine Vorstellung sowie die Tierschau als ihn die Elefantendame Benjamin mit dem Rüssel schlug und im Gesicht traf. Der Junge erlitt einen Kieferbruch. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. erhebt nun schwere Vorwürfe gegen die Veterinärbehörden sowie das Regierungspräsidium Freiburg, denn das Drama war abzusehen. Die Elefantendame Benjamin leidet aufgrund jahrelanger qualvoller Haltungsbedingungen im Circus Luna unter schweren Verhaltensstörungen.

Weil PETA das zuständige Regierungspräsidium Freiburg zuletzt Mitte Juli in einem Schreiben ausdrücklich vor dem Risiko eines erneuten Unfalls warnte, sieht die Tierrechtsorganisation eine Mitschuld bei der Behörde. PETA fordert die unverzügliche Beschlagnahmung des Elefanten aus dem Circus Luna und die Überführung in eine artgerechtere Auffangstation sowie ein grundsätzliches Verbot von Wildtieren im Zirkus.

„Durch die Einzelhaltung in einem winzigen Gehege ist die Elefantendame Benjamin schwer verhaltensgestört. Die Schuld an dem erneuten Unfall trifft neben den verantwortungslosen Zirkusbetreibern auch die untätigen Behörden – sie hätten Benjamin schon nach dem schweren Unfall 2010 aus dem Zirkus nehmen müssen, zumal die Einzelhaltung von Elefanten ohnehin verboten ist“, sagt Diplom-Zoologe Peter Höffken, Kampagnenleiter bei PETA.

Im September 2010 wurde ein junger Vater in Leutkirch durch einen Angriff des Elefanten Benjamin lebensgefährlich verletzt. Der 24-Jährige verlor eine Niere und lag im Koma, sein neun Monate junger Sohn erlitt eine Oberschenkelfraktur. Der weltweit anerkannte Elefantenexperte Dr. Fred Kurt warnte daraufhin: „Jeder Kontakt zwischen dem Tier [Benjamin] und einem Besucher kann in einer weiteren Tragödie enden.“ Bereits im Jahr 2000 schlug der Elefant eine Frau in Melsungen krankenhausreif. Das Tier versetzte der Mutter und ihrem sechs Jahre alten Kind ebenfalls einen Schlag mit dem Rüssel.

Auf der neuen Internetseite PETA.de/Circusluna informiert PETA seit Ende letzter Woche ausführlich über die dokumentierte Tierquälerei bei Circus Luna.

Quelle: PETA Deutschland e.V.

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