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China schränkt Handel mit Elfenbein weiter ein

Archivmeldung vom 23.03.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.03.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Elfenbein in Transportkiste
Elfenbein in Transportkiste

Foto: Stahlkocher
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die chinesische Regierung verbietet ab sofort den Import von Elfenbein und Elfenbeinprodukten, die vor 1975 auf den Markt kamen, also bevor das Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES in Kraft trat. Dieses Verbot gilt vorerst bis 31. Dezember 2019.

Zwei weitere Handelsverbote, die China 2015 zunächst nur für ein Jahr einführte, werden ebenfalls bis Ende des Jahres 2019 verlängert. Diese untersagen die Einfuhr von afrikanischem Elfenbein aus der Trophäenjagd sowie Elfenbein-Schnitzereien aus Afrika, die nach 1975 erworben wurden.

„Diese wichtigen Importverbote zeigen die Entschlossenheit der chinesischen Regierung, sich der Weltgemeinschaft im Kampf gegen den Elfenbeinhandel anzuschließen“, so Robert Kless, Kampagnenleiter des IFAW (International Fund for Animal Welfare) in Deutschland. „Aber um die Elefanten wirklich vor der Wilderei zu schützen, muss Präsident Xi Jinping sein offizielles Versprechen einlösen, den nationalen Handel in China zu beenden.“

Der Handel mit Elfenbein-Schnitzereien innerhalb Chinas ist legal, solange bestimmte Richtlinien erfüllt werden. Das gilt für Elfenbein, das vor 1981 importiert wurde, also bevor China sich CITES anschloss, und wenn es aus dem von CITES genehmigten Sonderverkauf von Lagerbeständen aus vier afrikanischen Ländern aus dem Jahr 2008 stammt.

„Die Existenz eines legalen nationalen Handels ermöglicht Kriminellen, illegales Elfenbein von gewilderten Elefanten in den Markt zu schleusen“, so Kless weiter. „Das erschwert die Arbeit von Zollbeamten erheblich und verunsichert Konsumenten, die davon ausgehen, dass das Elfenbein legal sein muss, wenn es offiziell verkauft wird. Wir fordern deshalb klare Gesetze, die jeglichen Elfenbeinhandel unterbinden, konsequente Durchsetzung und harte Strafen für Verstöße. Nur so kann der Konsum von Elfenbein stigmatisiert werden und die Nachfrage sinken.“

Eine Umfrage des asiatischen Marktforschungsinstituts Rapid Asia zeigte kürzlich, dass chinesische Konsumenten am ehesten auf den Kauf von Elfenbein verzichten würden, wenn der Handel illegal wäre (60 Prozent) und führende Politiker sich dagegen aussprächen (39 Prozent).

Schätzungen zufolge werden jedes Jahr 35.000 Elefanten wegen ihres Elfenbeins getötet – einer alle 15 Minuten.

Quelle: IFAW - Internationaler Tierschutz-Fonds

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