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Wolfsrudel schützt schwangere Weibchen

Archivmeldung vom 11.10.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.10.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Rudel: Hauptsache Mutter und Kind geht es gut. Bild: pixelio.de, Klaus Jacobs
Rudel: Hauptsache Mutter und Kind geht es gut. Bild: pixelio.de, Klaus Jacobs

Schwangere Wölfe werden in der Gruppe stark berücksichtigt, denn das Körpergewicht der werdenden Mutter spielt eine entscheidende Rolle, ob sie gesunde Welpen zur Welt bringt. Das haben Forscher der Utah State University http://usu.edu und des USU Quinney College of Natural Resources in einer Langzeitstudie zu Wölfen im Yellowstone National Park ermittelt. "Mit 14 Jahre alten Daten aus der Langzeitstudie haben wir eine Reihe von wichtigen Eigenschaften untersucht, durch die sich das Wolfsrudel an die Änderungen in der Umwelt anpasst", sagt Forscher Dan MacNulty.

"Bei den Tieren ist es sinnvoll für das Überleben, wenn Muttertiere entsprechend geschützt werden. Das machen die Wölfe aber nicht aus moralischen Gründen - es ist ein angeborener Instinkt", sagt Thomas Martin, Paläontologe an der Universität in Bonn, gegenüber pressetext. Ein solches Verhalten gehöre zur Überlebensstrategie der Tiere.

Typisch menschlich ist dagegen altruistisches Verhalten. "Wir Menschen können bewusst sagen, dass wir uns selbstlos für jemanden einsetzen möchten - das unterscheidet uns von den Tieren", sagt Martin. Allerdings sei umstritten, ob der Schutz von Mutter und Kind nicht auch bei Menschen ein naturgegebenes Verhalten ist, welches uns hilft, unsere Art zu erhalten.

Gesunder Nachwuchs wichtig

Bei den Wölfen hilft jedenfalls ein gutes Körpergewicht der Mutter, damit die Überlebensrate des Nachwuchses gesichert ist. Denn eine Wolfsmutter mit einem adäquaten Gewicht bringt auch Welpen zur Welt, die ein vorteilhaftes Körpergewicht haben und so besser überleben können. "Mutterschaft ist eine Herausforderung für alle Arten. Denn die Form, wie die Wolfs-Gemeinschaft zusammenarbeitet, damit die Wolfsmutter nicht vom Fleisch fällt, bringt einen bemerkenswerten Vorteil mit sich", sagt MacNulty.

Denn sobald die Wolfsmutter unterernährt ist, hat das nachteilige Folgen für den Nachwuchs - wenn überhaupt einer zustande kommt. "Unsere Ergebnisse sollten Naturschützer beruhigen", meint MacNulty. "Solange das Gewicht der Weibchen im Rudel hoch ist, trotzen die Wölfe Umweltfaktoren wie Krankheit und Wettbewerb."

Quelle: www.pressetext.com/Oranus Mahmoodi

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