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64 Kilo Elfenbein in Nairobi aufgegriffen

Archivmeldung vom 31.03.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.03.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Elfenbein in Transportkiste
Elfenbein in Transportkiste

Foto: Stahlkocher
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die zuständige Behörde in Kenia (Kenya Wildlife Service) griff am Dienstag am internationalen Flughafen in Nairobi 64,12 Kilo Elfenbein auf. Die Schmuggelware war auf dem Weg von Mosambik nach Bangkok.

Durch verschiedene Maßnahmen der Regierung hat die Wilderei in Kenia im vergangenen Jahr stark abgenommen. 2014 wurden 164 Elefanten und 35 Nashörner getötet, 2015 waren es 96 Elefanten und elf Nashörner. Im Januar 2014 wurden die Strafen für Wildtierhändler drastisch verschärft. Geht es um bedrohte Tiere, drohen Haftstrafen von mindestens 15 Jahren oder Geldstrafen über 90.000 Euro oder sogar beides.

„In Kenia sind die Behörden auf dem richtigen Weg bei der Bekämpfung der Wilderei“, so Robert Kless, Kampagnenleiter des IFAW (International Fund for Animal Welfare) in Deutschland. „Ganz wichtig ist die enge Zusammenarbeit nationaler und internationaler Behörden. In anderen afrikanischen Staaten geht das illegale Geschäft mit Wildtieren leider ungehindert weiter.“

Am 30. April 2016 wird die kenianische Regierung über 100 Tonnen Elfenbein und 1,5 Tonnen Rhinozeros-Horn verbrennen – die größte Menge an Lagerbeständen, die je vernichtet wurde. Das öffentliche Event soll die Entschlossenheit der kenianischen Regierung demonstrieren, die ein vollständiges internationales Handelsverbot für Elfenbein und Rhinozeros-Horn fordert.

Schätzungen zufolge werden jedes Jahr zwischen 25.000 und 50.000 Elefanten wegen ihres Elfenbeins getötet.

Quelle: IFAW (International Fund for Animal Welfare)

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