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Rumänien: Massentötung von Streunern noch vor Weihnachten?

Archivmeldung vom 17.12.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.12.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
VIER PFOTEN Mitarbeiter lockt einen Streunerhund an. Bild:  (c) VIER PFOTEN, Livia Cimpoeru
VIER PFOTEN Mitarbeiter lockt einen Streunerhund an. Bild: (c) VIER PFOTEN, Livia Cimpoeru

Die rumänische Regierung beschloss letzte Woche die Ausgestaltung des Streunerhunde-Gesetzes, das die Tötung der Tiere erlaubt. VIER PFOTEN hatte sich bis zuletzt für ein humaneres Gesetz und dessen Ausgestaltung engagiert. „Die rumänische Regierung hat den Behörden grünes Licht dafür gegeben, öffentliche Gelder zur Tötung von Streunerhunden zu verwenden – und das genau zur Weihnachtszeit", berichtet Gabriel Paun, Kampagnendirektor bei VIER PFOTEN. Trotz der bisher konstruktiven Zusammenarbeit von VIER PFOTEN und der ANSVSA (der nationalen Behörde für Veterinärangelegenheiten und Lebensmittelsicherheit) bezüglich der Ausgestaltung des Gesetzes wurden im letzten Moment radikale Änderungen vorgenommen.

Der Interessensverband der rumänischen Stadtverwaltungen setzte die Behörden unter Druck, sodass wichtige Vereinbarungen wieder zurückgenommen wurden, wie zum Beispiel die Verpflichtung der Stadtverwaltung, in erster Linie aggressive Hunde einzufangen.

„Es ist sehr ungewöhnlich, den Prozess der Ausgestaltung abzuschliessen, ohne dass die Öffentlichkeit und Experten die Möglichkeit bekommen, daran teilzunehmen. Dies zeigt deutlich, wie in Rumänien offenbar Entscheidungen dieser Art getroffen werden: emotionsgeleitet und übereilt“, fügt Kampagnendirektor Gabriel Paun hinzu. Kurz vor dem Treffen mit den Stadtverwaltungen besuchte der Präsident des rumänischen Veterinäramtes die Stadt Wien, um die Problematik öffentlich zu diskutieren. Gegenüber VIER PFOTEN räumte der Präsident ein, dass „das Gesetz nicht perfekt sei“ und „innerhalb von fünf bis sechs Monaten geändert werden würde, wenn es sich als nicht umsetzbar erweist.“ VIER PFOTEN wird alle nötigen Schritte unternehmen, um die Ineffizienz des Tötungsgesetzes nachzuweisen und ein neues Gesetz zu forcieren, das den Tierschutz an vorderste Stelle rückt.

Nachdem der rumänische Verfassungsgerichtshof der Massentötung von Hunden Ende September stattgegeben hatte, startete VIER PFOTEN sofort eine landesweite Kampagne zur Adoption von Streunerhunden – mit Erfolg. Rund 700 Streunerhunde wurden seit September von VIER PFOTEN kastriert und anschliessend von rumänischen Tierfreunden zu sich nach Hause genommen. Um den Adoptionsprozess einfacher zu gestalten, hat das Rumänien-Büro von VIER PFOTEN eine Facebook-Seite mit detaillierten Informationen zur Adoption von Streunerhunden ins Leben gerufen. Denn das neue Gesetz und seine Ausgestaltung unterstützt Adoptionen nicht, im Gegenteil: "Menschen, die Hunde adoptieren wollen, sehen sich mit einer entmutigenden bürokratischen Vorgangsweise konfrontiert”, kritisiert VIER PFOTEN Kampagnendirektor Gabriel Paun.

Quelle: VIER PFOTEN

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