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Unterwasserroboter schützt Muschelbänke

Archivmeldung vom 21.06.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.06.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Erweiterter Muschelschutz-Roboter vor dem Tauchgang.
Erweiterter Muschelschutz-Roboter vor dem Tauchgang.

Bild: dtu.dk

Forscher der Dänischen Technischen Universität (DTU) haben einen speziellen Unterwasserroboter entwickelt, der mit diversen Sensoren ausgestattet ist und Muschelbänke effektiv schützen soll. Jeweils eine speziell für diesen Zweck konstruierte Restlicht- und eine Laserkamera sind an Bord. Dazu kommen noch Sensoren, die für den Züchter wichtige Daten liefern, wie Temperatur und Trübung des Wassers.

Software zählt Muscheln

Die Kameras sind mit einem Bildverarbeitungsprogramm kombiniert, das ständige Beobachtung durch Menschen überflüssig macht. Es kann Formen unterscheiden, also die fünfarmigen Seesterne erkennen. Außerdem errechnet das Programm die Biomasse der sternförmigen Räuber und auch die der Muscheln. Der Züchter weiß deshalb stets, ob die Zahl der Seesterne so groß ist, dass er Gegenmaßnahmen ergreifen muss. Außerdem ist er immer über die Menge an Muscheln informiert, die auf seinen Bänken wachsen.

Die Federführung beim Projekt mit dem Namen "Sentinel" hatte das DTU-Institut für Meerestechnik. Hilfe holte sich Patrizio Mariani, der das Entwickler-Team leitet, in den Instituten für Elektro- und Computertechnik. Der innovative Roboter selbst war schon früher an der DTU für einen anderen Zweck entwickelt worden. Die übrigen Komponenten hingegen sind neu.

Schutz von Badestränden

"Die Kameras liefern weitaus bessere Bilder als die handelsüblichen Unterwassergeräte", sagt Mariani. Die angeschlossene Software lerne mit der Zeit, Formen zu erkennen, also Seesterne von anderen Meeresbewohnern zu unterscheiden. "Das war unsere größte Herausforderung", so der Meeresbiologe. Außerdem könne das Programm die gelieferten zwei- in dreidimensionale Bilder umrechnen, was eine Voraussetzung für die Berechnung der Biomasse ist.

Die Kombination aus Unterwasserroboter und Sensoren lässt sich dem Experten nach auch für andere Zwecke nutzen, beispielsweise zur Inspektion von Schiffsrümpfen während der Liegezeit im Hafen. Entsprechend angelernt, können sie die Mengen an Müll bestimmen, die im Meer treiben. Zudem könnten sie Badestrände schützen und warnen, wenn giftige Quallen im "Anmarsch" sind.

Quelle: www.pressetext.com/Wolfgang Kempkens

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