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Rußpartikel bei Benzinautos mit Direkteinspritzer: ADAC fordert gleiche Grenzwerte für Diesel und Benziner

Archivmeldung vom 19.12.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.12.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Kurt  / pixelio.de
Bild: Kurt / pixelio.de

Der ADAC kritisiert die aktuellen Pläne des Europäischen Verbands der Automobilindustrie (ACEA) zur Regelung des Partikelzahl-Grenzwertes für Benzinautos. Nach Vorstellungen des ACEA soll für Otto-Direkteinspritzermotoren ein zehnfach höherer Grenzwert für Partikel zugelassen werden, als dies derzeit für Dieselfahrzeuge genehmigt ist. Der ADAC fordert dagegen, dem Standpunkt der europäischen Automobilhersteller nicht nachzugeben. Denn: Benziner müssen so sauber sein wie Dieselfahrzeuge. Das zuständige Gremium der EU-Kommission berät heute erneut über die Beschränkung des Partikelausstoßes von Benzinfahrzeugen mit Direkteinspritzer.

Künftig wird die Zahl der ultrafeinen Partikel gemessen. Um eine europäische Lösung zu bekommen, ist es notwendig, dass der europäische Gesetzgeber auch für Ottomotoren mit Direkteinspritzer einen Partikelzahl-Grenzwert im Rahmen der Euro 6-Verordnung festschreibt. Dieser sollte sich, so der ADAC, am Grenzwert für Dieselmotoren orientieren.

Ab September 2014 tritt die neue Euro 6-Abgasnorm für neue Modelle in Kraft. Diese schreibt bis dato nur einen Partikelzahl-Grenzwert für Diesel-Pkw fest. Messungen im Rahmen des ADAC EcoTest haben aber gezeigt, dass auch Otto-Direkteinspritzermotoren die gesundheitsgefährdenden Rußpartikel ausstoßen. Der Partikelanteil bei Benzinern ist allerdings deutlich niedriger als bei Dieselmotoren ohne Partikelfilter. Die Technikexperten des ADAC sind deswegen der Ansicht, dass sich das Problem in vielen Fällen auch ohne den Einsatz von Partikelfiltern lösen lässt. Innermotorische Maßnahmen reichen aus. Laut Automobilclub sind diese Lösungen ohne Mehrkosten für den Autofahrer machbar.

Quelle: ADAC (ots)

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