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Martinsgans: Vorsicht vor Fleisch aus Stopfmast

Archivmeldung vom 08.11.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.11.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: VIER PFOTEN
Bild: VIER PFOTEN

Anlässlich des Martinstags am 11. November warnt die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN davor, Gänsefleisch aus den Käfigbatterien der ungarischen oder französischen Stopfleberindustrie zu kaufen. Gerade zum Martinstag sei für Konsumenten Vorsicht angebracht. Besonders in Restaurants werde hierzulande immer noch allzu oft das minderwertige Fleisch der kranken Gänse verkauft.

In Deutschland ist die tierquälerische Stopfmast verboten, in anderen europäischen Ländern wie Frankreich und Ungarn werden jedoch noch immer jährlich Millionen Gänse zwangsgefüttert. Die Stopfmast ist eine der grausamsten Methoden, um Foie Gras (französisch für "fette Leber") herzustellen. Die Tiere werden zwei- bis dreimal am Tag zwangsgefüttert. Dabei wird ein ihnen Stopfrohr durch den Rachen gerammt und große Mengen Maisbrei über ein Druckluftsystem in den Magen befördert. Mit der Zeit verfettet die Leber, vergrößert sich um das Zehnfache und erreicht ein Gewicht von bis zu einem Kilogramm. Am Ende der Mastzeit ist ihre Leber so groß, dass sie kaum atmen oder sich bewegen können. Zusätzlich werden viele der Gänse vor der Stopfmast auch noch bei lebendigem Leib gerupft, um Profit mit den Daunen der Tiere zu machen. Dabei werden die Gänse brutal zwischen den Beinen eingeklemmt und bei vollem Bewusstsein völlig kahl gerupft und dabei schwer verletzt.

Die gute Nachricht: Konsumenten haben die Wahl

„Die gute Nachricht ist, dass Konsumenten sehr wohl die Wahl haben“, so VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany. „Lassen Sie sich in Restaurants, Gasthäusern oder anderen Gastronomiebetrieben immer die Packung mit den Angaben zum Produzenten und dessen EWG-Nummer zeigen. Diese Nummer informiert über die Herkunft aller Produkte tierischen Ursprungs. VIER PFOTEN hat eine Liste der EWG-Nummern zusammengestellt, hinter denen sich Stopfleberproduzenten und -händler verbergen.“ Diese Schwarze Liste ist unter http://www.vier-pfoten.de/website/output.php?id=1224&idcontent=4625&language=1 abrufbar.

„Weigert sich der Wirt oder kontert mit Ausreden, liegt der Verdacht nahe, dass ein Produkt aus tierquälerischer Haltung verwendet wird“, meint Dr. Stephany. VIER PFOTEN fordert die Gastronomieverbände auf, ein klares Zeichen für den Tierschutz zu setzen und auf Fleisch aus der ungarischen oder französischen Stopfmast zu verzichten. Alternativen gibt es längst: In den Hauptproduktionsländern Ungarn und Polen verzichten bereits genügend Produzenten von Gänsefleisch auf Stopfmast und Lebendrupf. Zudem stellt VIER PFOTEN auf ihrer Homepage für Konsumenten eine Positivliste von Gänseproduzenten bereit. „Damit kann der Verbraucher sich bewusst für Fleisch aus ethisch einwandfreier Haltung entscheiden. Und wir hoffen, dass auch die Hersteller auf der Schwarzen Liste letztlich umdenken und ihre Produktion umstellen“, erklärt Dr. Stephany. „Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, setzt aber am Besten auf vegetarische oder vegane Alternativen zur Martinsgans.“

Quelle: VIER PFOTEN

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