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Forscher rätseln: Riesenloch im Antarktis-Eis entdeckt

Archivmeldung vom 11.10.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.10.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Karte der Antarktis mit dem Südpol
Karte der Antarktis mit dem Südpol

Foto: Hardscarf
Lizenz: CC BY-SA 2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Kanadische Wissenschaftler haben im Eisschild der Antarktis ein Loch größer als Tschechien entdeckt, wie das Portal „Motherboard“ berichtet. Jetzt rätseln sie über dessen Ursprung: Außer Erderwärmung kommen andere Ursachen in Betracht.

Die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik"meldet weiter: "Solche Riesenlöcher im Eisschild sind an sich für die Wissenschaftler nichts Neues. „Polynja“ heißt so eine Erscheinung im Fachjargon. Normalerweise entstehen sie unweit der Grenze zwischen antarktischem Gletscher und Meer.

Aber diese Polynja sticht hervor: Sie hat sich weitab dieser Grenze gebildet, hunderte Kilometer vom Wasser weg. Und das ist ein Hinweis darauf, dass bislang unbekannte Prozesse deren Entstehung verursacht haben.

Entstanden ist das Loch am 9. September 2017, wie die Forscher vermuten, im Raum des Weddell-Meeres. Beobachtet wurden solche Gebilde auch früher schon: In den Siebziger Jahren etwa wurde eine Polynja entdeckt, konnte jedoch nicht tiefgehender untersucht werden, weil entsprechende Satelliten damals fehlten. In den darauffolgenden 40 Jahren blieb der Eisschild der Antarktis unversehrt.

Zu behaupten, das jetzige Riesenloch sei eine Folge der Erderwärmung, wäre verfrüht, betonen die kanadischen Forscher. Jedoch wissen sie jetzt schon, dass die Polynja sich auf die Strömungsverhältnisse im Meer auswirkt: Wärmeres Wasser könnte so an die Oberfläche treten und das Zufrieren des Lochs verhindern."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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