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Wasseraufbereitung und Wissenstransfer in Afrika - Erfolgreicher Abschluss des EU-Projekts VicInAqua

Archivmeldung vom 15.06.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.06.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
VicInAqua
VicInAqua

Das von der EU geförderte Forschungsprojekt VicInAqua ist am 31.Mai 2019 erfolgreich zu Ende gegangen. 11 Partner aus 7 europäischen und afrikanischen Ländern entwickelten ein innovatives, effizientes und umweltfreundliches System für Abwasserreinigung und Wiederverwendung für die Region des Viktoriasees.

Die in Kisumu, Kenia gebaute Anlage kombiniert ein Kreislauf-Aquakultur-System (recirculation aquaculture system, RAS) mit einem innovativen Membranbioreaktor (MBR), intelligenten Überwachungstechnologien und erneuerbaren Energiequellen. Konsortiumpartner DALF (Department of Agriculture Livestock and Fisheries – Kisumu county, Kenia) wird die Pilotanlage nach Projektende als Trainings- und Demonstrationszentrum weiterbetreiben. So können Wissenstransfer und Kapazitätsaufbau auch in Zukunft gefördert und die lokale Bevölkerung sensibilisiert werden. Wenn lokale Gemeinden und Fischzüchter die RAS Technologie übernehmen, kann die Verschmutzung des Viktoriasees stark reduziert werden. Zudem würde dies die Fischproduktion ankurbeln und so zur Ernährungssicherung in der Region beitragen.

Nichtsdestotrotz können noch weitere Fortschritte erzielt werden. Um das gesamte Potenzial der Technologie auszuschöpfen, prüft das Konsortium momentan weitere Kooperationsmöglichkeiten und Optionen zur Anschlussfinanzierung. Projektkoordinator Prof. Jan Hoinkis (Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, Deutschland), erklärt:

‚Dank unserem Projektpartner DALF wird die Anlage auch nach Projektende weiterbetrieben. Sie ist ein großartiges Beispiel für ein vollständiges, kostengünstiges RAS-Design, das in der Viktoriasee-Region – aber auch in anderen Regionen der Welt, in denen Wasser- und Nahrungsversorgung problematisch sind – vermarktet werden kann. Damit wir diesen nächsten Schritt im Technologietransfer gehen können, wäre eine Anschlussfinanzierung sehr hilfreich.‘

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.vicinaqua.eu


Quelle: Steinbeis-Europa-Zentrum/Steinbeis 2i GmbH

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