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Aktuelle GfK-Studie zeigt: Die Mehrheit der Deutschen lehnt Delfinarien ab

Archivmeldung vom 16.10.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.10.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Großer Tümmler im Delfinarium in Nürnberg, 2003 Bild: wikipedia.org
Großer Tümmler im Delfinarium in Nürnberg, 2003 Bild: wikipedia.org

Zwei Delfinarien gibt es noch in Deutschland: Der Zoo Duisburg und der Tiergarten Nürnberg halten trotz großer Proteste am Betrieb ihrer Anlagen fest. Die derzeit 17 Delfine in den Parks leiden neben dem Stress permanenter Trainings und Vorstellungen vor allem an der eingeschränkten Bewegungsfreiheit. Wie groß die Ablehnung in der Bevölkerung ist, zeigt nun eine von der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. in Auftrag gegebene Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

Im September 2012 wurden bundesweit 2.000 Frauen und Männer ab 14 Jahren befragt. Das Ergebnis: 71,3 Prozent der Studienteilnehmer sind der Meinung "Delfine gehören in den Ozean, nicht in den Zoo". Die Mehrheit der Befragten spricht sich für ein bundesweites Auftritts- und Haltungsverbot von Delfinen aus. PETA Deutschland e.V. fordert die Parks in Duisburg und Nürnberg auf, Konsequenzen aus der Umfrage zu ziehen und die Delfine in artgerechte Auffangstationen umzusiedeln.

"Das Ergebnis der repräsentativen GfK-Studie zeigt, wie schlecht das Image der Delfinarien in der Bevölkerung ist", so Meeresbiologin und PETA-Kampagnenleiterin Dr. Tanja Breining. "Kaum jemand glaubt noch die Geschichte vom glücklichen Delfin im Betonbecken - Nürnberg und Duisburg müssen auf das Ergebnis reagieren."

Delfine sind hochsensible Tiere, die in der Natur bis zu 150 Kilometer am Tag schwimmen und bis zu 300 Meter tief tauchen. Im Ozean leben sie in großen Sozialverbänden mit bis zu mehreren hundert Artgenossen. Gefangene Delfine leben in Zwangsgemeinschaften, kommt es zu Aggressionen werden die Tiere medikamentös beruhigt.

Die repräsentative Studie kann unter diesem Link abgerufen werden: http://www.peta.de/web/home.cfml?viewfile=1&fn=1274974E8182F&mod=view&execute=1&CFID=2b7499ba-da94-4bf9-abe3-8bc810ae9820&CFTOKEN=0

Quelle: PETA Deutschland e.V. (ots)

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