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Burger King sagt weltweit Nein zu Käfigeiern

Archivmeldung vom 10.12.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.12.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Hühner die weitestgehend leben können, wie sie es wollen (Symbolbild)
Hühner die weitestgehend leben können, wie sie es wollen (Symbolbild)

Bild: angieconscious / pixelio.de

Restaurant Brands International (RBI) wird 100 % käfigfrei. Zu der Restaurantgruppe gehören Burger King - die weltweit fünftgrößte Fast-Food-Kette - sowie Tim Hortons und Popeyes. Alle drei RBI-Unternehmen verpflichten sich, zukünftig weltweit keine Eier aus Käfighaltung mehr zu verwenden. Vorangegangen war eine globale Kampagne der Open Wing Alliance (OWA), einem Zusammenschluss von 80 Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen.

In Deutschland baute die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt mit Online-Aktionen und einer Petition erfolgreich Druck auf das Management auf. Die Petition unterzeichneten seit Kampagnenstart am 27. Oktober mehr als 285.000 Menschen. Zwar sind hierzulande Legebatterien seit 2010 und Kleingruppenkäfige ab 2028 verboten. In anderen Ländern der EU und weltweit sind sie jedoch noch verbreitet.

Burger King, Tim Hortons und Popeyes werden an allen Standorten und in allen Produkten auf Eier aus tierquälerischer Käfighaltung verzichten. Dies schließt auch Produkte wie Mayonnaise mit ein, in denen Ei als Zutat verwendet wird. In Westeuropa, Nord- und Lateinamerika sowie Ozeanien wird die Umstellung bis 2025 erfolgen. Die Unternehmen verpflichten sich, jährlich Fortschrittsberichte vorzulegen.

Mahi Klosterhalfen, Präsident der Albert Schweitzer Stiftung, freut sich über den Kampagnenerfolg: "Allein in Europa leben noch immer die Hälfte aller sogenannten Legehennen in Käfigen. Es gibt jedoch kaum noch Verbraucherinnen und Verbraucher, die diese Tierquälerei akzeptieren. Dass sich Burger King und andere führende Fast-Food-Ketten jetzt endgültig und weltweit dagegen entscheiden, mindert das Leid von Millionen Tieren. Käfighaltung zu unterstützen kann sich heutzutage kein Unternehmen mehr erlauben. Viele Unternehmen haben wir bereits für den Käfigausstieg gewonnen, letztendlich werden wir die Käfighaltung in Europa komplett beenden."

Käfighaltung in Legebatterien und in sogenannten Kleingruppen bedeutet für die Hennen ein Leben in winzigen Käfigen und auf Gitterböden. Sie können sich kaum bewegen, geschweige denn ihr natürliches Verhalten ausleben. Nicht selten bleiben Füße, Flügel oder Kopf in den Gittern hängen und die Tiere verletzen sich schwer. Manche Hennen werden in der Enge auch von Artgenossinnen erdrückt.

Die Open Wing Alliance (OWA) setzt sich weltweit für Hühner in der Massentierhaltung ein. Auf ihre Nachfrage oder ihren Druck hin haben sich bereits zahlreiche Unternehmen vollständig von Eiern aus tierquälerischer Käfighaltung verabschiedet. Unter ihnen sind Unilever, Nestlé, Aldi, InterContinental Hotels, Sodexo, Mondelez, Compass Group, Shake Shack, Famous Brands, Costa Coffee und Barilla.

Quelle: Albert Schweitzer Stiftung f. u. Mitwelt (ots)

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